Hallo zusammen,
ich plane gerade die energetische Sanierung eines Mehrfamilienhauses (Baujahr 1978) mit Luft-Wasser-Wärmepumpe und möchte die Regelungsstrategie von Anfang an richtig dimensionieren.
Meine Frage: Wie sollte ich die Wärmepumpe im Herbst/Winter konfigurieren, wenn gleichzeitig Heizwärmebedarf und Warmwasserabruf anfallen?
Option A: Warmwasser hat strikte Priorität – die WP lädt den Speicher zuerst vollständig auf, bevor die Heizkreise beliefert werden.
Option B: Parallele Versorgung – beide Kreise laufen gleichzeitig, die Wärmepumpe verteilt ihre Leistung nach Bedarf.
Ich habe bedenken, dass bei Option A die Heizkreise zu häufig unterbrochen werden, was zu Taktverhalten führt. Bei Option B frage ich mich, ob die Vorlauftemperaturen stabil genug bleiben, besonders bei Fußbodenheizung.
Welche Strategie habt ihr im Bestandsbau bewährt gesehen? Gibt es Unterschiede zwischen Luft- und Sole-Wärmepumpen bei dieser Entscheidung?
Danke für eure Erfahrungen!
Guter Punkt, Marcus. Nach meinen Überlegungen zum PV-Speicher und den Verrohrungsfragen bei meinem Altbau-Umbau bin ich auch bei der WW-Priorisierung angekommen.
Meine Erkenntnis: Es kommt stark auf die Speichergröße und den tatsächlichen Warmwasserbedarf an. Bei einem 300-Liter-Speicher und durchschnittlichem Haushalt ist parallele Versorgung meist effizienter – die WP hat genug Leistung für beide Kreise, und Unterbrechungen des Heizkreises führen ja zu längeren Hochfahrphasen.
Bei Fußbodenheizung brauchst du ohnehin eine niedrigere Vorlauftemperatur, was parallel gut funktioniert. Nur bei extremem Warmwasserbedarf (Großhaushalt, mehrere Bäder) würde ich zur Priorisierung tendieren.
Welche Speichergröße planst du denn?