Hallo zusammen,
ich lese hier schon länger mit und möchte jetzt mal eine Frage in die Runde geben. Ich habe eine Wärmepumpe im Bestand, soweit technisch ordentlich eingebunden, aber die Herstellerlogik ist mir für den Alltag einfach zu starr. Gerade jetzt im September merke ich wieder, wie schnell die Außentemperaturen morgens und abends auseinanderlaufen und wie unterschiedlich Warmwasser und Heizbetrieb sich verhalten.
Deshalb überlege ich, die Steuerungslogik teilweise über Home Assistant selbst aufzusetzen. Nicht als Bastelspielerei, sondern eher für einfache Entscheidungen wie: Warmwasser nur zu bestimmten Zeiten, Sperrung bei unnötigen Starts, Freigabe bei günstigen Bedingungen und ggf. eine etwas intelligentere Umschaltung zwischen Heiz- und WW-Betrieb. Ich will dabei nichts kaputtoptimieren, sondern vor allem Taktung vermeiden und die Anlage im Bestand nicht unnötig stressen.
Mich interessiert vor allem, wie ihr so etwas in der Praxis gelöst habt: Welche Signale nehmt ihr als Grundlage, und wie tief greift ihr wirklich in die Regelung ein? Lässt ihr Home Assistant nur Freigaben schalten oder steuert ihr direkt Sollwerte mit? Und ganz wichtig: Wo sind aus eurer Sicht die Grenzen, damit die Eigenlogik nicht gegen die interne Regelung arbeitet?
Ich komme technisch ganz gut klar und habe auch schon einiges an Wärmepumpenpraxis gesehen, aber bei der Kombination aus Eigenlogik, Warmwasserbereitung und Herbstbetrieb wäre ich über ehrliche Erfahrungswerte dankbar.
Ich würde da sehr vorsichtig rangehen. Wenn Home Assistant nur Freigaben setzt, kann das sinnvoll sein, aber sobald du Sollwerte dauernd überschreibst, wird’s bei vielen Geräten unruhig. Gerade im Bestand ist mir eine saubere Grundregelung plus einfache Zusatzlogik lieber als zu viel Automatik.