Hallo zusammen,
ich beschäftige mich seit Jahren mit der optimalen Abstimmung meiner Fußbodenheizung und der Warmwasserbereitung über meine Wärmepumpe. Jetzt stellt sich mir eine Frage, die ich so im Forum noch nicht richtig behandelt sehe:
Viele sprechen über Batteriespeicher im Kontext von PV-Eigenverbrauch oder Netzstabilität. Aber: Kann ich einen Batteriespeicher gezielt nutzen, um meine Warmwasserbereitung zu optimieren? Also nicht primär für Strom vom Dach, sondern um die Wärmepumpe in bessere Betriebspunkte zu bringen – beispielsweise nachts günstiger zu laden und tagsüber intelligenter zu puffern?
Mich interessiert konkret: Lohnt sich ein kleinerer Speicher (8–12 kWh) rein für die WP-Regelung, ohne PV dahinter? Welche JAZ-Verbesserung ist realistisch? Und: Wie sieht das wirtschaftlich aus im Herbst 2026, wo die Strompreise ja immer noch schwanken?
Freue mich auf eure Erfahrungen!
Helmut
Hi Helmut,
da sprichst du einen guten Punkt an. Ich fahre seit 3 Jahren meine WP und habe mich auch intensiv mit Speicherung auseinandergesetzt. Ehrlich gesagt: Ohne PV ist ein Batteriespeicher zur reinen Lastverschiebung derzeit schwierig wirtschaftlich zu rechtfertigen. Die Preise für Speicher sind 2026 zwar gesunken, aber nicht so sehr, dass sich kleine Zyklen ohne Eigenverbrauch amortisieren.
Anderes Szenario aber: Wenn du mit dynamischen Stromtarifen (Tibber, aWATTar) arbeitest und die WP intelligent steuern kannst, kann es interessant werden. Dann lädst du die WP-Wärmepuffer nachts bei günstigen Preisen. Dafür brauchst du aber eher einen Wärmespeicher als einen Batteriespeicher – deutlich effizienter und günstiger.
Wäre das für dich relevant? Hast du eine Heizungspufferung mit eingebunden?
Bernd