Hallo zusammen,
bin nach 8 Jahren wieder dabei – und direkt mit einer größeren Baustelle: Ich plane den Umbau auf eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe mit Fußbodenheizung im Einfamilienhaus. Bislang hatte ich eine alte Gas-Etagenheizung, das Gebäude ist von 1985, ca. 180 m² beheizte Fläche.
Meine erste große Frage ist: Wie dimensioniere ich die Brunnenlöcher richtig? Ich möchte eine 8-kWp-PV-Anlage mit der WP kombinieren, aber vorrangig geht es mir um die richtige Brunnenanlage. Der Platz ist vorhanden (circa 30m Abstand zwischen den beiden Brunnen möglich), aber ich weiß nicht genau, wie tief ich bohren lassen muss und welche Durchflussrate ich brauche.
Hat jemand von euch Erfahrung mit Sole-WP-Anlagen und kann mir einen realistischen Anhaltspunkt geben? Gibt es Faustregel für die Heizleistung oder Bohrtiefen? Und: Sollte ich das mit einem Bohrfachmann machen oder gibt es da regionale Unterschiede, die ich beachten muss?
Danke für eure Rückmeldungen!
M.Richter, das ist eine Frage, bei der ich ehrlich sagen muss: Vergiss die 8-kWp-PV erstmal. Die Dimensionierung der Brunnenanlage ist unabhängig davon und wird oft vermischt – das führt zu teuren Fehlentscheidungen.
Für die Sole-Qualität und Durchflussrate brauchst du zuerst eine ordentliche Heizlastberechnung nach DIN 12098. Dann rechnest du zurück: Wie viel Wärmeleistung muss die WP mindestens liefern? Das bestimmt die Bohrtiefe und den Durchfluss, nicht deine PV-Anlage.
Ein häufiger Fehler: Leute dimensionieren die Brunnen zu klein, weil sie denken, im Sommer reicht weniger. Das stimmt aber nicht – die Sole-Temperatur muss auch im Winter stabil bleiben. Schau dir mal diesen Thread hier an: Wärmetauscher-Typ für PV-WP: Gegenstrom vs. Kreuzstrom bei Eigenverbrauch? – da ging es zwar um was anderes, aber die grundsätzliche Skepsis gegenüber überoptimistischen Planungen ist wichtig.
Mein Rat: Hol dir einen Bohrfachmann UND einen WP-Planer, die zusammen arbeiten. Sonst zahlst du am Ende für drei Brunnenlöcher, weil zwei nicht ausreichen.