Hallo zusammen!
Ich plane für diesen Sommer/Herbst den Umstieg auf eine Wärmepumpe, möchte aber erstmal hybrid fahren und die bestehende Gasheizung als Backup behalten. Aktuell hab ich einen 300L Pufferspeicher für die Gasheizung (Viessmann Vitodens 200-W).
Nun meine Frage: Kann ich einfach einen zweiten Pufferspeicher daneben stellen und beide parallel laufen lassen? Also einen für Gas, einen für WP? Oder muss ich die komplette Hydraulik neu machen?
Der Installateur meinte, das würde nicht richtig funktionieren wegen unterschiedlichen Vorlauftemperaturen usw. Aber ein Kollege hat das so gemacht und ist zufrieden. Bin jetzt etwas verwirrt...
Hat jemand Erfahrung mit so einer Lösung? Die WP soll eine Luft-Wasser werden, ca. 8-10 kW für unser 140m² Haus (Bj. 1995, teilsaniert). Aktuell sind alle Heizkörper noch original, plane aber sowieso ein paar größere einzubauen.
Wäre dankbar für eure Einschätzungen!
Gruß
Tobias
Moin Tobias,
ich würd das anders angehen. Ein zweiter Puffer bringt nur Probleme mit der Hydraulik. Du brauchst dann Umschaltventile, separate Regelung, doppelte Verrohrung - wird teuer und kompliziert.
Mein Tipp: Den vorhandenen 300L Puffer verkaufen und einen großen Kombispeicher einbauen. 500-600 Liter mit Schichtladesystem. Da kann dann sowohl die WP als auch der Gaskessel rein, jeder in seinem optimalen Temperaturbereich. Kostet unterm Strich weniger als zwei getrennte Systeme und funktioniert viel besser.
Bei deinem Baujahr und der Teilsanierung sollte das gut funktionieren.
Lass dir nichts von den WP-Verkäufern erzählen! Hab selbst so einen Umbau hinter mir und bin nach 2 Jahren wieder zurück zur reinen Gasheizung. Die Kosten für eine vernünftige Hybrid-Hydraulik sind astronomisch, da kannst du gleich komplett neu machen.
Dein Kollege wird dir nicht die Wahrheit über seine Stromrechnung erzählen... Bei den aktuellen Strompreisen ist eine WP im Altbau oft ein Verlustgeschäft. Besonders wenn du noch die alten Heizkörper drin hast.
Grundsätzlich ist das möglich, aber nicht optimal. Du könntest theoretisch beide Puffer parallel betreiben, aber dann hast du zwei getrennte Kreise und musst die Regelung entsprechend anpassen. Problem: Die WP läuft bei niedrigeren VL-Temperaturen als der Gaskessel, da macht eine parallele Lösung wenig Sinn.
Besser wäre ein größerer gemeinsamer Puffer (500-800L) mit Schichtladung. Die WP heizt den unteren Bereich, der Gaskessel bei Bedarf den oberen. So nutzt du die Synergien richtig aus. Wie ich schon in einem anderen Thread geschrieben hab - bei Hybrid-Systemen ist die richtige Planung entscheidend.