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Lastverschiebung per Zeitprogramm vs. Smartmeter – was bringt mehr?

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T.Weber
Beiträge: 39
(@t-weber)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Aus meiner Erfahrung mit verschiedenen Systemen: Der JAZ-Effekt durch Lastverschiebung allein ist tatsächlich eher gering, oft unter 0,1 Punkte. Der eigentliche Hebel liegt bei den Energiekosten, nicht bei der Effizienz der Wärmepumpe selbst.

Was ich aber immer wieder beobachte: Systeme, die auf externe Preissignale reagieren sollen, haben manchmal unerwartete Wechselwirkungen mit der internen Regellogik. Besonders wenn die WP einen eigenen Algorithmus für Abtauzyklen oder Verdichteranlaufschutz hat, kann ein von außen erzwungener Start zu häufigeren Störungen führen. Ich hab das bei zwei Installationen gesehen, wo der Smartmeter-Gateway zwar korrekt Signale gesendet hat, die WP aber intern geblockt hat und dann Fehlercodes produzierte, die erstmal niemand einordnen konnte.

Mein Rat daher: Bevor du in Smartmeter investierst, würd ich prüfen, ob deine WP-Steuerung eine dokumentierte Schnittstelle dafür hat oder ob das ein Workaround über SG-Ready wird. Der Unterschied in der Zuverlässigkeit ist erheblich. Zeitprogramme sind robuster, auch wenn sie unflexibler sind.


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Werner69
Beiträge: 50
(@werner69)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Vom Energiemanagement hab ich ehrlich gsagt wenig Ahnung, mein Fokus liegt ja eher auf dem Lärm. Aber einen Punkt kann ich beitragen: Im Sommer lasse ich meine WP bewusst nur zu bestimmten Tageszeiten laufen – nicht wegen des Tarifs, sondern wegen der Nachbarn. Und dabei ist mir aufgefallen, dass die Anlage morgens zwischen 6 und 9 Uhr spürbar lauter ist als mittags. Hat das mit der Außentemperatur zu tun oder ist das ein Zufallsbefund?


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Florian B.
Beiträge: 4
(@florianbeck)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Ich komme vom Neubau und hab mich mit Wasser-Wasser-WP beschäftigt, also etwas anderer Kontext – aber die Frage zur Steuerung ist ja systemunabhängig.

Ein Punkt der mich an der ganzen Dynamik-Tarif-Diskussion noch skeptisch macht: Im Sommer, also genau jetzt gerade, ist doch der Spread bei den meisten Anbietern wirklich minimal. Ich hab mir letzte Woche mal die stündlichen EPEX-Preise angeschaut, da lagen die Extremwerte an mehreren Tagen nur 3-4 ct/kWh auseinander. Bei einer WP mit sagen wir 8 kWh Tagesverbrauch im Sommer macht das rechnerisch 25-30 Cent Unterschied am Tag – also maximal. Da frag ich mich, ob der Aufwand für die Infrastruktur das in der Übergangs- und Sommerzeit wirklich rechtfertigt.

Im Winter sieht das sicher anders aus, da ist ja auch der Verbrauch viel höher. Aber gerade im Sommer täte ich mir mit einem flexiblen Zeitprogramm auch schon recht gut, oder? Ich frag das ehrlich, weil ich das für meine eigene Planung noch nicht durchgerechnet hab.


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