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Altbau von 1952 - Luft-Wasser oder doch Sole-Wasser WP für bessere Effizienz?

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L.Weber96
Beiträge: 19
Themenstarter
(@l-weber96)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#60]

Hallo zusammen,

ich stehe vor einer wichtigen Entscheidung und hoffe auf eure Erfahrungen. Wir haben ein Einfamilienhaus von 1952 gekauft, das wir nach und nach sanieren. Die alte Ölheizung muss weg und wir wollen auf Wärmepumpe umsteigen.

Zum Haus: 140qm, Außenwände sind teilweise gedämmt (10cm), neue Fenster haben wir schon, aber das Dach ist noch nicht isoliert (steht für nächstes Jahr an). Heizkörper sind vorhanden, teilweise alte Gussheizkörper. Heizlast wurde mit ca. 12kW berechnet.

Jetzt die Frage: Luft-Wasser oder Sole-Wasser? Die Handwerker sind sich uneinig. Der eine meint, bei einem Altbau mit höheren Vorlauftemperaturen wäre Sole-Wasser deutlich effizienter, besonders im Winter. Der andere sagt, die Bohrungen seien zu teuer und Luft-Wasser reiche völlig.

Unser Garten ist groß genug für Bohrungen, aber die Mehrkosten von etwa 15.000€ schmerzen schon. Lohnt sich das wirklich? Oder sollten wir erstmal mit Luft-Wasser anfangen und später nachrüsten?

Wer hat ähnliche Erfahrungen mit einem Altbau dieser Zeit gemacht?


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2 Antworten
Thomas-Kruegers
Beiträge: 36
(@thomas-kruegers)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Moin L.Weber96,

kenne das Problem aus eigener Erfahrung! Wir haben auch einen 50er Jahre Bau und sind den Weg über Sole-Wasser gegangen. War die beste Entscheidung!

Bei eurem teilsanierten Zustand würde ich definitiv zur Erdwärme raten. Warum? Ihr werdet wahrscheinlich noch 2-3 Jahre mit höheren Vorlauftemperaturen fahren müssen, bis alles gedämmt ist. Luft-Wasser bricht bei -10°C und 55°C Vorlauf ziemlich ein, da springt dann der Heizstab an und ihr zahlt drauf.

Ich hatte in einem anderen Thread schon mal geschrieben, warum manche Altbauten deutlich teurer werden - meist liegt's an der falschen Technik.

Die 15k€ Mehrkosten holt ihr über die Betriebskosten locker rein. Sole-Wasser läuft konstant mit JAZ um die 4, während Luft-Wasser im Winter oft nur 2,5-3 schafft. Rechne mal durch: Bei 12kW Heizlast und 1800 Volllaststunden sind das gut 1000€ Unterschied pro Jahr!


Antwort
Thomas-Krger
Beiträge: 24
(@thomas-krger)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Hmm, seh ich etwas anders als Thomas-Kruegers. Die Bohrkosten sind schon heftig und bei eurem Sanierungsstand nicht zwingend nötig.

Ich würd erstmal mit ner modernen Luft-Wasser anfangen - die neuen Inverter-Geräte sind deutlich besser geworden. Wichtig ist, dass ihr die WP überdimensioniert (bei euch vielleicht 14-16kW), dann läuft sie auch bei Kälte effizienter.

Und parallel könnt ihr ja die Sanierung vorantreiben. Wenn Dach gedämmt ist und ihr vielleicht noch ein paar Heizkörper tauscht, reicht Luft-Wasser völlig. Das gesparte Geld investiert ihr besser in PV - dann ist der Strom für die WP fast umsonst.

Falls es doch nicht reicht, könnt ihr in 5-6 Jahren immer noch auf Erdwärme umrüsten.


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