Hallo zusammen,
ich plane gerade den Batteriespeicher für unser Neubau-EFH und stehe vor der Frage, wie ich den richtig dimensioniere – nicht nur irgendwie, sondern methodisch sauber. Ich dokumentiere hier im Forum ja schon eine Weile unsere gesamte WP-Planung, von der Heizlastberechnung über die Auslegung der Frischwasserstation bis hin zur PV-Anlage. Jetzt ist eben der Batteriespeicher dran.
Meine konkrete Frage: Welche Kennzahlen muss ich überhaupt zusammentragen, bevor ich mit einem Anbieter spreche? Ich habe bisher folgendes gesammelt:
- Jährlicher Stromverbrauch Wärmepumpe (aus Simulationstools geschätzt, ca. 4.200 kWh)
- Geplante PV-Leistung (10 kWp Süddach + 4 kWp Westseite)
- Tagesverbrauchsprofil Haushalt (4 Personen)
- Anschlussleistung der WP (hier unsicher ob 1-phasig oder 3-phasig relevant ist)
Was fehlt mir noch? Ich lese immer von "nutzbarer Kapazität" vs. "Bruttokapazität", von C-Rate und von Entladetiefe – aber ich verstehe nicht ganz, wie ich daraus eine konkrete Speichergröße ableite. Gibt es so etwas wie eine Schritt-für-Schritt-Vorgehensweise, die ihr empfehlt? Im Sommer jetzt wäre ja eigentlich ein guter Zeitpunkt, das durchzudenken, bevor im Herbst die eigentliche Heizperiode relevant wird.
Danke für jeden Tipp!
Thomas
Hallo Thomas,
das ist wirklich eine gründliche Herangehensweise, Respekt! Ich stecke selbst noch mitten in der Planung und bin kein Fachmann, aber beim Thema Batteriespeicher habe ich mir zumindest ein paar Grundlagen erarbeitet.
Was mir bei meiner Recherche aufgefallen ist: Du brauchst unbedingt noch deinen typischen Tagesverbrauch in kWh (nicht nur das Jahresprofil), und zwar möglichst aufgeteilt nach Tag und Nacht. Den Eigenverbrauchsanteil ohne Speicher solltest du kennen – das zeigt dir erst, wieviel Potenzial ein Speicher überhaupt hat.
Zur nutzbaren Kapazität: Wenn ein Hersteller 10 kWh nennt, sind nutzbar oft nur 8-9 kWh wegen der Mindestladung. Das ist entscheidend für die Dimensionierung.
Ob 1- oder 3-phasig relevant ist für den Speicher selbst – da würde ich einen Elektriker fragen, das übersteigt ehrlich gesagt mein Wissen. Ich bin da beim Lernen wie du auch noch.
Viele Grüße
H. Mueller