Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade mit der Frage, ob ein virtuelles Kraftwerk (VK) mit Wärmepumpe + Batteriespeicher im Sommer wirtschaftlich sinnvoll ist. Die meisten Anbieter werben ja damit, dass man durch Lastverschiebung und bedarfsgerechte Einspeisung ordentlich verdienen kann – aber ich bin da skeptisch.
Mein Problem: Im Sommer läuft meine WP ja minimal, weil die Heizung kaum Wärmebedarf hat. Der Speicher wird dann hauptsächlich von der PV geladen. Wenn ich jetzt dem VK beitrete, muss ich die Batterie für deren Abrufbarkeit bereithalten – das heißt, ich kann sie nicht einfach volladen und für Eigenverbrauch nutzen.
Ich habe mehrere Datenblätter von VK-Anbietern durchgeschaut: Die Vergütung liegt zwischen 50-150 €/Jahr für kleinere Systeme, oft gekoppelt an strenge Verfügbarkeitsbedingungen. Dafür reduziert sich meine Flexibilität bei der Eigennutzung deutlich.
Hat hier jemand konkrete Erfahrungen gemacht? Wie hoch waren eure tatsächlichen Erträge im Sommer, und hat sich das gegen die Einschränkungen gerechnet?
Danke für ehrliche Antworten – nicht das Marketing-Gelaber der Hersteller.
Grüße,
WpSkeptiker4764
Gute Frage! Ich bin in einer ähnlichen Situation und habe mir die VK-Angebote auch genauer angeschaut. Ehrlich gesagt: Im Sommer rechnet sich das für mich nicht. Die Speichergebühr – ja, die vergessen die gerne zu erwähnen – und die ganzen Verfügbarkeitszwänge kosten mich letztlich mehr, als ich verdiene.
Wenn mein Speicher im Sommer 80-90% der Zeit für potenzielle VK-Abrufe verfügbar sein muss, kann ich die Batterie nicht wie geplant für meine Lastverschiebung (z.B. für Warmwasser oder kleinere Lasten) nutzen. Das ist ein versteckter Kostenfaktor, den viele übersehen.
Mein Plan: Im Winter, wenn die WP läuft und der Speicher ohnehin stärker zykliert, könnte sich das eher lohnen. Im Sommer lass ich's bleiben und nutze die Flexibilität lieber für meinen eigenen Vorteil.