Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, meine bestehende Heizungsanlage durch eine Luft-Wärmepumpe mit PV-Anlage zu ersetzen und möchte dabei ein paar grundlegende Dinge verstehen, die über reine Schallpegel hinausgehen.
Bei meiner Recherche bin ich auf zwei Punkte gestoßen, die mich verunsichern: Erstens – wie relevant ist eigentlich der örtliche Bebauungsplan für die WP-Aufstellung wirklich? Ich habe gehört, dass es da unterschiedliche Vorgaben gibt, je nachdem ob man in einem Wohngebiet oder Mischgebiet ist. Und zweitens – die Lärmschutzverordnung. Sie scheint je nach Bundesland anders zu sein. Kann mir jemand erklären, welche Grenzwerte konkret für die Tageszeit und Nacht gelten und wie diese mit den technischen Schallpegeln meiner zukünftigen WP zusammenhängen?
Mich interessiert besonders, ob eine intelligente Regelung der Betriebsphasen (ähnlich wie bei der Warmwasserbereitung) auch die Lärmschutzanforderungen erfüllen kann – oder ob das unabhängig davon ist.
Danke für sachliche Hinweise!
Hallo Roland,
da sprichst du einen wichtigen Punkt an. Ich beschäftige mich gerade intensiv mit Luft-Wärmepumpen und habe dabei auch viel über die rechtlichen Rahmenbedingungen gelernt.
Zum Bebauungsplan: Der ist tatsächlich entscheidend. Manche Bebauungspläne verbieten WP explizit oder schreiben bestimmte Abstände zur Grundstücksgrenze vor – das ist ortsabhängig sehr unterschiedlich. Am besten, du fragst bei deiner Gemeinde nach, ob es konkrete Festsetzungen gibt.
Zur Lärmschutzverordnung (TA Lärm auf Bundesebene, dann auch Länderregelungen): Für Wohngebiete gelten üblicherweise 55 dB(A) tagsüber und 40 dB(A) nachts als Richtgrenzwerte. In Mischgebieten etwas höher. Die technischen Schallpegel deiner WP müssen dann mit Abstand, Aufstellung und eventuellen Maßnahmen diese Werte einhalten.
Zur Regelung: Eine intelligente Nachtabsenkung hilft definitiv, aber das ist eher Feintuning. Die Grundauswahl des richtigen Standorts und eventueller Schallschutzmaßnahmen kommt vorher.
Viel Erfolg bei der Planung!