Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, meine Wärmepumpe zu planen und stoße überall auf unterschiedliche Aussagen zum Thema Leitungsquerschnitt. Der eine Elektriker sagt mir 6er Kabel reicht, der andere will gleich 10er verlegen – und das alles bei der gleichen Anlage.
Meine Frage: Gibt es da eigentlich bindende Vorgaben vom Hersteller oder regelt das nur die DIN/VDE? Ich hätte gerne gewusst, ob ich mich da auf die Norm verlassen kann oder ob ich wirklich jeden Installateur einzeln abfragen muss.
Hintergrund: Ich plane eine Luft-WP mit ca. 10kW Leistung, die Außeneinheit soll ca. 12m vom Haus entfernt aufgestellt werden. Zähler ist im Bestand noch vorhanden, aber ich weiß noch nicht, ob der Netzbetreiber eine Absicherung vorschreibt.
Hat jemand von euch konkrete Erfahrung mit den Herstellerangaben gemacht? Oder sollte ich einfach immer eine Nummer größer gehen und gut is?
Marcus, die Herstellerangaben sind da leider oft dünn. Bei mir damals – hatte ja lange Pause, aber jetzt mit der neuen Warmwasser-WP wieder dabei – hat mir der Fachplaner geraten: Immer nach der maximalen Stromaufnahme der Anlage rechnen und dann mit mindestens 125 % Sicherheit arbeiten. Bei 10kW würde ich dir zu mindestens 6mm² raten, eher 10mm² wenn der Weg so lang ist. Der Spannungsabfall über 12m kann sonst echt zum Problem werden. Damals hab ich mich hier schon mit Außeneinheiten auseinandergesetzt, und eines der Dinge, die ich gelernt habe: Bei der Elektrik lieber eine Nummer zu groß als zu klein. Kostet kaum mehr in der Installation, spart dir aber Ärger später.