Hallo zusammen,
ich plane für diesen Sommer den Austausch meiner alten Gasheizung gegen eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Das Haus ist von 1987, relativ gut gedämmt, und ich möchte die ruhige Zeit nutzen um alles vorzubereiten bevor es im Herbst losgeht.
Nun bin ich etwas verwirrt bei den ganzen Förderungen. BAFA gibt es ja nach wie vor, aber ich höre immer wieder von verschiedenen anderen Zuschüssen und Programmen. Manche sprechen von KfW-Krediten, andere von regionalen Töpfen.
Kann mir jemand einen aktuellen Überblick geben, welche staatlichen Förderungen es 2026 für Luft-Wasser-Wärmepumpen gibt? Ich möchte nichts übersehen und alle Möglichkeiten ausschöpfen. Bei den Kosten von 20.000€+ ist jeder Euro Zuschuss willkommen.
Besonders interessiert mich auch, ob sich die Fördersätze in letzter Zeit geändert haben. Letztes Jahr hieß es noch, man bekommt bis zu 70% - gilt das noch?
Vielen Dank schon mal für eure Hilfe!
Die Kollegen malen das etwas zu rosig. Bei Luft-Wasser kommst du realistisch auf 50% - wenn überhaupt.
Das Problem: Die ganzen Boni sind an strikte Bedingungen geknüpft. Geschwindigkeitsbonus nur bei Heizungen älter als 20 Jahre (bei dir von 1987 würde das passen), Einkommensbonus nur unter 40k zu versteuerndem Einkommen.
Und vergiss nicht die versteckten Kosten: Elektroanschluss verstärken, eventuell Heizkörper tauschen, Pufferspeicher. Da kommst du schnell auf 25-30k statt 20k.
Mein Rat: Rechne konservativ mit 40% Förderung und freu dich wenn's mehr wird.
Moin Werner,
die Grundförderung von BAFA liegt aktuell bei 30% für Luft-Wasser-Wärmepumpen. Dazu kommen noch verschiedene Boni: 20% Geschwindigkeitsbonus wenn du eine funktionstüchtige Gasheizung tauschst, und nochmal 30% Einkommensstufen-Bonus falls dein zu versteuerndes Einkommen unter 40.000€ liegt.
In der Theorie sind also bis zu 70% drin, aber nur bei bestimmten Voraussetzungen. Die meisten landen bei 50%.
Bei KfW gibt's parallel noch den Ergänzungskredit 358/359 mit Zinsvorteil - das läuft zusätzlich zur BAFA-Förderung. Regionale Programme gibt's auch noch, da musst du bei deiner Gemeinde nachfragen.
Wichtiger Tipp: Vernünftige Heizlastberechnung machen lassen, sonst wird die WP überdimensioniert und die Effizienz leidet.
Hi Werner!
Klaus hat das schon gut zusammengefasst. Ich ergänze mal noch: Die 70% sind tatsächlich möglich, aber wirklich nur in Ausnahmefällen. Bei einem Haus von 1987 und wenn du nicht gerade Geringverdiener bist, wirst du eher bei 50% landen.
Was viele übersehen: Es gibt eine Förderhöchstgrenze von 21.000€ pro Wohneinheit. Bei deinen geschätzten 20k Gesamtkosten würdest du also maximal 10.500€ bekommen (50% von 21k), auch wenn rechnerisch mehr rauskäme.
Tipp für den Sommer: Jetzt schon mal Angebote einholen und BAFA-Antrag vorbereiten. Die Bearbeitung dauert momentan wieder länger und im Herbst wird's stressig.