Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade damit, meine Sole-Wasser-Wärmepumpe an ein modernes Energiemanagementsystem anzubinden – nicht nur zum Monitoring, sondern auch für echte Laststeuerung. Die Idee ist, die WP künftig intelligenter mit meinem Stromvertrag (variable Preise) und eventuellen PV-Überschüssen zu koordinieren.
Meine aktuelle Anlage läuft seit über acht Jahren stabil, JAZ liegt bei knapp 3,8 im Schnitt. Aber wenn ich jetzt in die Feinabstimmung gehe, möchte ich wissen:
1. Welche Schnittstellen braucht das EMS wirklich? Modbus, REST-API, nur Stromzähler-Daten?
2. Macht es Sinn, die Soletemperatur (Rücklauf) ins System einzubinden, um vorausschauend zu drosseln?
3. Gibt es 2026 etablierte Lösungen speziell für Bestandsanlagen, ohne Hardware-Austausch?
Ich bin skeptisch gegenüber Universallösungen – interessiert mich aber, wie andere hier vorgehen. Wer hat so etwas bereits umgesetzt?
Danke im Voraus!
Ralf, gute Frage. Ich würde aber ehrlich sagen: bevor du da in Schnittstellen-Details gehst, muss klar sein, was das System *wirklich* machen soll. Bei mir hat sich gezeigt, dass viele EMS-Szenarien auf dem Papier toll aussehen, aber real nur 10–15% mehr Effizienz bringen – wenn überhaupt.
Die Soletemperatur einzubinden ist interessant, aber Achtung: Wenn die Sole schon warm ist, kannst du die WP nicht einfach drosseln, ohne Schichtung im Speicher zu riskieren. Und die ganzen Abtau-Zyklen – die werden durch ein EMS oft komplizierter, nicht einfacher.
Zu deinen Fragen konkret: REST-API ist zukunftssicherer als Modbus (alte Schule). Aber schau erst, ob dein Hersteller das überhaupt anständig dokumentiert. Bei mir war das ein Desaster.