Hallo zusammen,
nach 8 Jahren bin ich wieder hier und stehe vor einer Umrüstung meines 75er Altbaus auf Hybrid (LW-WP + Gas). Der Heizungsbauer empfiehlt konstante 35°C Vorlauftemperatur für die WP, aber ich lese überall von modulierenden Systemen.
Meine Überlegung: Im Sommer nutze ich die WP hauptsächlich für Warmwasser und im Winter soll sie bis ca. -5°C alleine laufen, dann springt Gas dazu. Bei konstanten 35°C würde die WP immer im gleichen Arbeitspunkt laufen. Bei modulierender Fahrweise zwischen 30-40°C könnte sie sich besser an den Bedarf anpassen.
Was bringt langfristig mehr Stromersparnis? Hab gelesen, dass konstante Temperaturen weniger Takten bedeuten, aber modulierend angeblich effizienter sein soll. Mein Haus hat 140qm und ist gedämmt (12cm Styropor, neue Fenster). FBH ist bereits vorhanden.
Wer hat Erfahrungen mit beiden Varianten? Plane die Installation für Herbst, will aber jetzt schon die richtige Entscheidung treffen.
Danke!
Hallo!
Aus meiner Erfahrung mit der LW-WP seit 2019 kann ich dir modulierend empfehlen. Hab das bei mir auch so umgesetzt und fahre sehr gut damit. Bei konstanten 35°C läuft die WP zwar weniger oft an, aber gerade in der Übergangszeit ist das verschenkte Effizienz.
Meine WP moduliert zwischen 28-42°C je nach Außentemperatur und Bedarf. Das bringt deutlich bessere JAZ-Werte, besonders wenn du wie ich PV hast und den Eigenverbrauch optimieren willst. Bei milden Temperaturen reichen oft schon 30-32°C völlig aus.
Das häufigere Takten ist bei modernen Inverter-WPs kein großes Problem mehr, solange die Hydraulik richtig dimensioniert ist. Wichtig ist ein ausreichend großer Pufferspeicher (bei mir 200L für 130qm).
Lass dir vom HB mal die genaue Auslegung zeigen - bei deiner Dämmung solltest du locker mit niedrigeren VL-Temps auskommen. Hybrid ist eh eine gute Lösung für den Altbau. Würde auf jeden Fall witterungsgeführt mit Heizkurve fahren statt konstant.