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Wärmepumpe selbst installieren: Was darf ich als Laie überhaupt?

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Thomas92
Beiträge: 49
Themenstarter
(@thomas92)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#151]

Hallo zusammen,

ich betreibe jetzt seit 8 Jahren meine Luft-Wasser-Wärmepumpe und habe in dieser Zeit wirklich viel gelernt – von der Heizlastberechnung bis zur JAZ-Optimierung. Jetzt werde ich in meinem Bekanntenkreis immer öfter gefragt, ob man bei der Installation einer Wärmepumpe selbst Hand anlegen kann oder ob das komplett dem Fachbetrieb überlassen werden muss.

Da es gerade Sommer ist und viele Leute die ruhigere Heizperiode nutzen, um solche Projekte zu planen, dachte ich das Thema könnte hier interessant sein.

Grundsätzlich ist mir klar, dass an Kältemittelkreisläufen ausschließlich zertifizierte Kälteanlagenbauer arbeiten dürfen – das ist EU-weit geregelt (F-Gase-Verordnung). Aber was ist mit dem Rest? Konkret geht es mir um folgende Fragen:

- Hydraulische Einbindung (Rohre, Puffer, Verteiler): Darf ich das selbst machen oder brauche ich zwingend einen Heizungsbauer?
- Elektrischer Anschluss: Ich gehe davon aus, dass hier ein zugelassener Elektriker Pflicht ist, oder?
- Aufstellung und mechanische Befestigung der Außeneinheit: Gibt es da Vorschriften?
- Was passiert, wenn ich Teile selbst gemacht habe und es später Probleme mit der Förderung oder Garantie gibt?

Ich frage das nicht, weil ich unbedingt alles selbst machen will, sondern weil ich anderen eine fundierte Einschätzung geben möchte. Was sind eure Erfahrungen damit? Gibt es hier jemanden, der das schon durchgespielt hat?


1 Antwort
Markus F.
Beiträge: 7
(@markusf)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Danke für den Überblick, Thomas! Als Ingenieur kenne ich die Regelwerke zumindest vom Lesen her, aber in der Praxis habe ich das letztes Jahr genau so erlebt wie du es beschreibst.

Bei meiner Altbau-Installation habe ich versucht, zumindest die Rohrleitungen zwischen Pufferspeicher und Heizkörperverteiler selbst zu verlegen, um Kosten zu sparen. Mein Installateur hat das dann auch final abgenommen und in seine Dokumentation aufgenommen – das hat funktioniert, aber er hat vorher sehr genau geschaut ob alles ordentlich ist. Nicht jeder macht das mit.

Was ich noch ergänzen würde: Selbst wenn man technisch alles richtig macht, können Garantieansprüche gegenüber dem Hersteller problematisch werden, wenn die Installation nicht von einem zertifizierten Betrieb durchgeführt wurde. Das steht oft im Kleingedruckten der Herstellergarantie. Bei meinem Invertermodul-Thema (hatte da hier im Forum schon drüber geschrieben) ist das zum Glück kein Problem geworden, aber ich hätte mich damit in eine schwierige Situation manövrieren können wenn ich mehr selbst gemacht hätte.

Also: Vorarbeiten ja, Kerntechnik nein – und immer schauen was der Hersteller in seinen Garantiebedingungen fordert.


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