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[Gelöst] Wärmepumpe im Winter: Funktioniert sie bei Frost?

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L.Weber60
Beiträge: 43
Themenstarter
(@l-weber60)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#182]

Hallo zusammen, ich bin gerade dabei, mein erstes Eigenheim zu planen und beschäftige mich intensiv mit der Kombination aus Fußbodenheizung und Wärmepumpe. Dabei stellt sich mir eine Frage, die ich in den bisherigen Threads noch nicht befriedigend beantwortet gefunden habe:

Wie verhält sich eine Wärmepumpe eigentlich bei strengem Frost? Im Prinzip verstehe ich das Konzept – Wärme aus der Umgebung nutzen, auch wenn es kalt ist. Aber wenn ich ehrlich bin: Bei minus 10 oder 15 Grad – funktioniert das wirklich noch zuverlässig? Oder schaltet sich dann de facto eine Elektroheizung zu und die ganze JAZ bricht zusammen?

Ich plane ein sehr gut gedämmtes KfW 40-Neubau mit Fußbodenheizung und möchte keine Hybrid-Lösung – nur reine Wärmepumpe. Meine Region hat durchschnittlich etwa 5-10 Frosttage pro Jahr, aber es können auch mal kältere Winter kommen.

Woran erkenne ich beim Dimensionieren, ob meine zukünftige WP das wirklich mitspielt? Gibt es da Herstellerangaben, auf die ich achten sollte, oder ist das eher eine Frage der Heizlastberechnung?

Freue mich auf erfahrene Antworten!


1 Antwort
Marco T.
Beiträge: 35
(@technik_marco_85)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Gute Frage! Ich habe mich damit intensiv auseinandergesetzt und kann dir aus 3 Jahren Praxiserfahrung sagen: Bei modernen Luftwärmepumpen funktioniert das deutlich besser, als viele denken.

Die entscheidenden Faktoren sind:

1. **Heizlastberechnung**: Das ist der Kern. Wenn deine WP richtig dimensioniert ist (nicht überdimensioniert!), reicht sie auch bei Frost aus. Bei KfW 40 sollte der Heizlastfall meist unter -12°C liegen – genau für diesen Punkt muss deine WP ausgelegt sein.

2. **Defrost-Zyklen**: Bei Frost bildet sich Reif auf dem Außengerät. Die WP schaltet dann kurz in Kühlmodus (entzieht dem Kondensator Wärme). Das kostet kurzzeitig Effizienz, ist aber völlig normal und eingerechnet.

3. **Fußbodenheizung + Niedrigtemperatur**: Das ist dein Vorteil! FBH braucht nur 35°C Vorlauf, deine WP arbeitet effizienter als mit 55°C-Radiatoren.

Bei 5-10 Frosttagen im Jahr: Reine WP ist absolut machbar, wenn die Heizlastberechnung stimmt. Schau dir die SCOP-Werte (Seegonal Coefficient of Performance) an – ab 3,5 SCOP ist man im grünen Bereich für Neubau mit FBH.

Welche Region und welche Heizlast schwebt dir vor?


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