Guten Tag Stefan M.,
ein wichtiger Punkt wird hier noch nicht angesprochen: Bevor man über Kühlung, Tarife und Wartung nachdenkt, sollte die Heizlastberechnung des Gebäudes stimmen. Eine falsch dimensionierte Anlage ist weder wartungsarm noch kosteneffizient – sie taktet zu häufig oder läuft permanent im ungünstigen Teillastbereich. Das gilt erst recht wenn man die Kühlfunktion nutzen möchte, denn die Auslegung muss beide Betriebsmodi berücksichtigen.
Zur Wartung: Technisch sind moderne Luft-Wasser-WPs tatsächlich relativ pflegeleicht. Als gelernter Elektrotechniker sage ich aber: regelmäßige Sichtkontrolle der elektrischen Anschlüsse und der Steuerung schadet nie, auch wenn der Jahresservice das eigentlich abdecken sollte. Manches fällt einem Fachmann beim Routinebesuch durch, wenn man selbst nie hinschaut.
Die Schichtdienstproblematik ist real: Zeitprogramme helfen, aber nur wenn die Grundauslegung passt. Sonst optimiert man auf einem schlechten Fundament.
Hi Stefan M.,
das kenn ich gut – ich hab auch lange rumexperimentiert bis ich ein Setup hatte das wirklich "von alleine läuft". Bei der Wartung: Luft-Wasser-WPs sind da relativ anspruchslos. Einmal im Jahr den Fachmann drüberschauen lassen, Lufteinlass gelegentlich freihalten (Laub etc.), das war's bei mir eigentlich. Nix wöchentliches.
Zur Kühlfunktion im Sommer: Ja, das geht! Aber – und das ist wichtig – nicht jede WP kann das out of the box. Bei vielen Luft-Wasser-Geräten gibt's "passive Kühlung" (nur bei Sole/Wasser-Wärmepumpen wirklich effizient) oder "aktive Kühlung". Bei Luft-Wasser im Prinzip läuft der Kreislauf umgekehrt. Funktioniert bei mir prima, aber man braucht zwingend Flächenheizung dafür – mit Heizkörpern macht das kaum Sinn.
Zum Thema Stromtarif: Ich hab das bei mir über PV-Kopplung gelöst, hab dazu auch schon was im Forum geschrieben (WP + PV gleichzeitig anmelden). Ohne PV würde ich schauen ob dein Netzbetreiber einen WP-Sondertarif anbietet – die gibt's noch bei einigen Anbietern und können sich lohnen.