Hey Leute,
bin jetzt schon 8 Jahre mit meiner Hybrid-Lösung (LWP + Gas) unterwegs und bekomme immer wieder zu hören: "Bei Minusgraden macht die Wärmepumpe doch eh nichts mehr, dann läuft nur die teure Heizpatrone!"
Klar, meine Steuerung schaltet bei -5°C standardmäßig auf Gas um, weil das wirtschaftlicher ist. Aber stimmt das wirklich mit der Heizpatrone? Ich hab mal bei -8°C testweise die WP weiterlaufen lassen (Gas war aus) und sie hat definitiv noch Wärme aus der Luft geholt. Natürlich mit schlechterer COP, aber von "nur noch Strom verheizen" war da keine Rede.
Was sind eure Erfahrungen? Besonders bei reinen Luftwärmepumpen ohne Backup-System? Läuft bei euch bei strengem Frost wirklich nur die Notheizung oder arbeitet die WP trotzdem noch als Wärmepumpe?
Denke gerade an den nächsten Winter und ob ich meine Umschaltlogik anpassen sollte. Aktuell im Sommer läuft eh alles entspannt, aber die Planung für die kalte Jahreszeit steht ja bald wieder an.
Danke für eure Inputs!
Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen! Meine LWP läuft auch bei -10°C noch als echte Wärmepumpe und nicht nur als Heizstab. Hatte letzten Winter mal genau hingeschaut: Selbst bei -8°C lag die COP noch bei 2,1. Klar, nicht mehr die 4,5 wie im Herbst, aber immernoch deutlich effizienter als reine Stromheizung.
Das Problem ist oft die Einstellung der Steuerung. Viele Hersteller sind sehr konservativ und schalten früh auf Backup um. Bei mir läuft die WP bis -15°C weiter, erst dann springt kurzzeitig der Heizstab an. Durch die Fußbodenheizung mit niedrigen Vorlauftemperaturen klappt das super.
Würde an deiner Stelle mal schauen, ob du die Umschalttemperatur anpassen kannst. Bei den aktuellen Gaspreisen könnte sich das lohnen. Meine PV-Anlage produziert im Winter zwar wenig, aber wenn die Sonne scheint läuft die WP praktisch kostenlos.
Das Märchen von der "teuren Heizpatrone" hält sich hartnäckig, stimmt aber bei modernen Geräten nicht mehr.