Hallo zusammen,
als Ingenieur im Bereich Gebäudesanierung beschäftige ich mich gerade mit der korrekten Dimensionierung von Luft-Luft-Wärmepumpen für verschiedene Bestandsobjekte. Dabei bin ich auf ein grundsätzliches Problem gestoßen, das ich gerne mit euch diskutieren möchte.
Bei der Planung von Luft-Luft-Systemen für Bestandsgebäude stelle ich fest, dass die Heizlastberechnung nach DIN 12831 oft zu Über- oder Unterdimensionierung führt. Viele Planer verwenden hier einfach die Bruttowohnfläche mal 70-100 W/m², was aus meiner Sicht zu pauschal ist – gerade bei sanierungsbedürftigen Altbauten mit heterogenen Dämmstandards und unterschiedlichen Nutzergewohnheiten.
Meine Frage: Wie geht ihr vor, um für ein konkretes Bestandsgebäude (sagen wir 120 m² Wohnfläche, Baujahr 1985, teilweise renoviert) die richtige Leistungsgröße der Luft-Luft-WP zu wählen? Nutzt ihr spezielle Simulationssoftware oder verlasst ihr euch auf standardisierte Berechnungsverfahren?
Über Erfahrungsberichte freue ich mich. Danke!