Hallo zusammen,
ich bin gerade in der Planungsphase für eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe in meinem Sanierungsprojekt und bin auf ein Problem gestoßen, das mich bei der korrekten Dimensionierung verunsichert.
Bei der hydrogeologischen Voruntersuchung hat sich herausgestellt, dass der Grundwasserspiegel auf meinem Grundstück derzeit etwa 2–3 Meter unter dem üblichen Sommerniveau liegt. Der lokale Brunnenbohrer meint, das sei normal für August, aber ich frage mich, welche Auswirkungen das auf die Auslegung der Förder- und Schluckbrunnen hat.
Meine Fragen:
1. Sollte ich bei der Heizlastberechnung und COP-Prognose konservativere Werte ansetzen?
2. Wie dimensioniere ich die Brunnentiefe sicher, wenn die Wasserstände saisonal so stark schwanken?
3. Gibt es Regelungs- oder Steuerungsstrategien, um mit solchen Schwankungen umzugehen – oder muss ich dann doch zur Luft-WP oder Sole greifen?
Ich möchte das richtig machen und nicht hinterher feststellen, dass die Anlage im September plötzlich nicht mehr zuverlässig läuft. Kann mir jemand aus Erfahrung sagen, wie kritisch dieser Pegel wirklich ist?
Danke für eure Einschätzung!
Hallo Christian,
genau da bin ich ja auch gerade – bin gerade dabei, mich in die ganze W/W-Thematik einzuarbeiten. Was ich bisher gelesen habe, ist dass der Grundwasserspiegel echt wichtig ist, gerade weil die Effizienz auch davon abhängt. Deine Sorge mit den Schwankungen finde ich berechtigt. Ich hatte mich da auch schon gefragt, ob das nicht problematisch wird – ähnlich wie bei meinem anderen Thread zu den Fehlercodes, da geht es ja auch um Zuverlässigkeit.
Ich würde dir raten, mit deinem Planer wirklich ausfuehrlich zu klären, ob man da nicht vielleicht doch eine tiefere Bohrung macht oder die Anlage konservativer auslegt. Mit Förderungen könnte man den Mehraufwand vielleicht auch noch irgendwie auffangen. Hast du schon konkrete Angebote von Bohrfirmen geholt?