Moin zusammen,
nach 8 Jahren bin ich wieder zurück und stecke mitten im Planungsprozess für meinen Umbau. Ich möchte auf eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe umsteigen und parallel eine Fußbodenheizung einbauen lassen.
Mein Knackpunkt ist die Dimensionierung der Brunnenanlage. Mein Haus ist ca. 180 qm, Baujahr 1978, einigermaßen gedämmt (Dachgeschoss ausgebaut). Der Handwerker meinte, ich sollte mit einer Heizlast von etwa 12 kW rechnen, aber bei der Brunnengröße und dem Abstand zwischen Förder- und Saugbrunnen bin ich mir nicht sicher.
Hat jemand mit Wasser-Wasser-WP Erfahrung? Worauf muss ich bei der Brunnenplanung achten? Und wie sieht es mit den Betriebskosten aus – kann ich damit rechnen, dass die günstiger ausfallen als mit einer modernen Luft-WP, wenn ich die Strompreise 2026 im Blick behalte?
Alle Infos, die mir helfen, die Dimensionierung richtig hinzubekommen, sind willkommen.
Hallo M.Richter,
Freut mich, dass du wieder da bist! Zu deinen Fragen: Bei 180 qm und Baujahr '78 klingt 12 kW realistisch, wenn die Dämmung einigermaßen in Ordnung ist.
Zur Brunnenanlage würde ich dir empfehlen, einen Hydrogeologen prüfen zu lassen – der bestätigt dir die Grundwassermenge und -qualität. Für Wasser-Wasser brauchst du mindestens 1,5–2 l/min pro kW Heizleistung, also bei dir ~18–24 l/min. Der Brunnenabstand sollte mindestens 15 m betragen (regional unterschiedlich), besser 20–25 m, damit keine Kurzschlussströmungen entstehen.
Zu den Betriebskosten: Wasser-Wasser hat tendenziell bessere JAZ-Werte (4,5–5,5) als Luft-WP (3,0–4,0), weil die Quellentemperatur konstant ist. Aber die Anfangskosten sind höher. Für 2026 würde ich aber sagen: Der Strompreis ist unsicher, aber die Effizienz spricht klar für Wasser-Wasser. Die genaue Wirtschaftlichkeit hängt von deinen lokalen Stromtarifen und den Bohrkosten ab.
Hast du bereits ein Angebot für die Brunnenbohrung? Das ist oft der größte Kostenfaktor.