Hallo zusammen,
ich beschäftige mich intensiv mit der Frage, ob eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe für mein Einfamilienhaus sinnvoll ist. Mein Grundstück liegt etwa 800m von einem Bach entfernt, und eine Grundwasserbohrung ist leider nicht genehmigungsfähig – das Amt hat bereits abgelehnt.
Ich möchte systematisch vergleichen, welche Alternativen zur klassischen Brunnen-Variante es gibt und wie diese sich in der Praxis bewähren. Besonders interessieren mich:
1. Offene Systeme mit Oberflächenwasser (Bach, Teich) – JAZ-Werte im Jahresverlauf?
2. Geschlossene Wasserschleife mit künstlichem Gewässer oder Speicherbecken – Investition vs. Effizienz?
3. Hybrid-Lösungen mit Sole und Wasser kombiniert – macht das Sinn?
4. Vergleich zu Luft-Wasser oder Sole-Wasser in meinem Kontext?
Ich plane detailliertes Monitoring mit Messtechnik ein und möchte verlässliche Jahresarbeitszahlen für die Wirtschaftlichkeit, auch unter Berücksichtigung der aktuellen Stromkosten. Hat jemand praktische Erfahrung mit nicht-konventionellen Wasserwärmequellen gesammelt?
Danke für fundierte Rückmeldungen!
Kurz und knapp: Bei dir wäre ehrlich gesagt eine gute Luft-WP mit Förderung günstiger und weniger Genehmigungsstress als alle diese Wasserschleifen-Experimente.
Markus, danke für die detaillierte Aufschlüsselung! Das hilft mir sehr bei meiner eigenen Entscheidung.
Eine Frage zu deinem Monitoringkonzept: Wie planst du, die realen JAZ-Werte zu erfassen? Misst du stromverbrauch und Wärmeerzeugung, oder verlässt du dich auch auf die WP-Sensoren? Ich frage, weil bei meiner PV-Integration die Herstellerangaben teilweise echt abgewichen haben.
Und noch etwas: Wenn der Bach die Option ist, müsste da nicht auch eine Wärmequellen-Temperaturmessung über längere Zeit her? Hast du da schon Daten vom Bachverlauf?