Hallo zusammen,
ich plane derzeit eine Sole/Wasser-WP für unser EFH und bin bei der Recherche auf das Thema passive Kühlung gestoßen. Mein Nachbar meinte neulich, dass seine Luft-WP mit aktiver Kühlung viel besser sei, weil die im Sommer richtig kühlen kann. Bei uns wird's ja gerade wieder richtig heiß und ich frage mich: Wie gut funktioniert denn die passive Kühlung über Erdkollektor wirklich?
Habe gelesen, dass man damit etwa 3-4K unter Raumtemperatur kommen kann - ist das ausreichend? Bei uns im Büro läuft die Klimaanlage auf 22°C und das ist schon angenehm. Kriege ich das mit Erdwärme auch hin oder sollte ich doch über eine Luft-WP nachdenken?
Zusätzlich beschäftigt mich die Frage der Effizienz beim Warmwasser. Arbeite als Projektingenieur und bin oft lange unterwegs - brauche also eine zuverlässige Lösung ohne großen Aufwand. Wie sind eure Erfahrungen mit der Warmwasserbereitung im Sommer? Lohnt sich ein zusätzlicher Heizstab oder reicht die WP allein?
Danke für eure Einschätzungen!
Also bei der passiven Kühlung solltest du ehrlich gesagt nicht zu viel erwarten. Die beworbenen 3-4K klingen erstmal gut, aber in der Realität ist das oft weniger. Kommt stark auf deinen Boden, die Verlegung und die Außentemperaturen an.
Ich hab schon von Leuten gelesen, die enttäuscht waren - besonders wenn's richtig heiß wird, bringt das System an seine Grenzen. Dein Nachbar hat nicht ganz unrecht mit der aktiven Kühlung, die ist einfach effektiver. Bei einer ordentlichen Luft-WP kriegst du die 22°C locker hin, bei passiver Kühlung wirds schwieriger.
Was die Warmwasserbereitung angeht - im Sommer läuft das meist ganz ordentlich, auch ohne Heizstab. Aber ich würde trotzdem einen vorsehen, falls mal längere Schlechtwetter-Phasen kommen oder du plötzlich mehr Bedarf hast.
Mein Tipp: Lass dir mal realistische Zahlen von Betreibern zeigen, nicht nur die Prospektangaben. Und überleg dir, ob die passive Kühlung für deine Ansprüche wirklich reicht - sonst ärgerst du dich später.