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WW-Wärmepumpe nachrüsten: Muss ich den Zirkulationskreis trennen?

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M.Bachmann
Beiträge: 24
Themenstarter
(@m-bachmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#94]

Hallo zusammen,

ich plane für diesen Sommer die Nachrüstung einer Brauchwasser-Wärmepumpe. Momentan habe ich noch eine alte Gas-Kombitherme, die sowohl Heizung als auch Warmwasser macht. Das soll mittelfristig alles weg, aber erstmal möchte ich nur die Warmwasserversorgung auf eine separate WW-WP umstellen.

Mein Problem: Ich habe eine Zirkulationsleitung, die durch das ganze Haus geht, damit bei den Entnahmestellen schnell warmes Wasser kommt. Die Zirkulationspumpe hängt momentan an der Therme. Wenn ich jetzt einen eigenständigen WW-WP-Speicher einbaue – wie läuft das hydraulisch? Klemme ich die Zirkulation einfach an den Speicher, oder brauche ich da irgendwas besonderes? Ich frage mich ob die Rücklauftemperatur der Zirkulation nicht das COP der WP versaut, weil der Speicher ständig auf Temperatur gehalten werden muss.

Und elektrisch: Die Therme hängt auf einem eigenen Sicherungskreis. Die WW-WP braucht ja auch einen eigenen Anschluss, vermutlich 230V oder sogar 400V je nach Gerät. Muss ich da einen neuen Stromkreis legen lassen, oder kann ich den alten Thermensicherungskreis nutzen?

Ich bin kein Elektriker, will das also nicht selbst machen – aber ich will zumindest verstehen was auf mich zukommt, bevor ich Angebote hole. Hat jemand sowas schon gemacht?


1 Antwort
H.Mueller
Beiträge: 28
(@h-mueller)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Die Zirkulationsfrage ist tatsächlich einer der häufig unterschätzten Punkte bei solchen Nachrüstungen. Kurze Antwort: Ja, du kannst die Zirkulation an den neuen Speicher anschließen, aber du solltest dir vorher überlegen ob du sie überhaupt noch in der bisherigen Form betreiben willst.

Das Problem ist genau das, was du vermutest: Eine dauerhaft laufende Zirkulation hält den Speicher warm, und die WP muss dann häufiger nachheizen. Das frisst COP. Was viele machen: Die Zirkulationspumpe wird zeitgesteuert, also nur morgens und abends wenn wirklich Bedarf ist. Das allein bringt schon viel.

Zur Elektrik: Ob 230V oder 400V hängt vom Gerät ab, das du kaufst – da gibt es beides. Den alten Thermensicherungskreis kannst du nur dann weiterverwenden wenn Querschnitt und Absicherung passen. Das muss ein Elektriker prüfen, da hast du Recht dass du das nicht selbst machen solltest. Ich hab das in einem anderen Zusammenhang schonmal erwähnt – bei Planung lohnt sich immer ein konkreter Fachmann-Besuch vor Ort, nicht nur Ferndiagnosen. Hatte dazu auch mal was im Thread 5 Installateure – einer besteht auf Hausbesuch, andere nicht. Wer hat Recht? geschrieben.

Kurz gesagt: Hydraulik ist lösbar, aber lass die Elektrik wirklich von jemandem abnehmen der auch die tatsächlichen Leitungsquerschnitte kennt.


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