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COP 6,5 bei A7/W35 laut Datenblatt - kann das stimmen?

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L.Fischer
Beiträge: 54
Themenstarter
(@l-fischer)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#15]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich gerade mit der Auswahl einer neuen Luft-Wasser-Wärmepumpe für unser Einfamilienhaus (ca. 15 kW Heizlast). Ein Angebot für eine 15kW-Anlage zeigt im Datenblatt einen COP von 6,5 bei A7/W35. Das kommt mir extrem hoch vor - ich dachte immer, dass Werte über 4-5 schon sehr gut sind.

Der Heizungsbauer schwärmt von der Effizienz und meint, das wären die neuesten Inverter-Technologien mit verbessertem Kältekreislauf. Da wir im Sommer eh über eine passive Kühlung nachdenken und die Vorlauftemperaturen dank Fußbodenheizung niedrig sind, würde A7/W35 durchaus unseren realen Bedingungen entsprechen.

Aber ist so ein COP-Wert überhaupt realistisch? Oder wird da vielleicht getrickst mit den Messbedingungen? Ich will nicht auf Marketing-Versprechen reinfallen, die sich dann im echten Betrieb als Luftschlösser erweisen.

Hat jemand Erfahrungen mit aktuellen Geräten in diesem Leistungsbereich? Worauf sollte ich bei den Datenblättern achten?


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3 Antworten
WolfgangH
Beiträge: 57
(@wolfgangh)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Moin,

ich bin da etwas skeptischer. 6,5 klingt nach Laborwerten unter Idealbedingungen. In der Praxis hab ich bei meinen Projekten selten COPs über 5 gesehen, selbst bei den neuesten Geräten.

Was mir wichtiger wäre: Lass dir die Jahresarbeitszahl (SCOP) zeigen und frag nach Referenzmessungen bei ähnlichen Objekten. Bei meinem eigenen PV-Projekt war die Realität auch deutlich ernüchternder als die Prospektwerte.

Frag den Installateur mal nach konkreten Verbrauchsdaten von bestehenden Anlagen. Wenn er ausweicht, wär ich vorsichtig.


Antwort
Marco_88
Beiträge: 56
(@marco_88)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hi L.Fischer,

6,5 ist schon heftig, aber nicht unmöglich. Die neuen Geräte sind wirklich deutlich besser geworden. Wichtig ist aber: Schau dir an, nach welcher Norm gemessen wurde. EN14511 oder EN16147 sind Standard, aber manche Hersteller nehmen günstigere Bedingungen.

A7/W35 ist ein ziemlich optimaler Arbeitspunkt - draußen noch nicht zu kalt, Vorlauf schön niedrig. Da können moderne Inverter-WP durchaus solche Werte schaffen. Im echten Betrieb mit wechselnden Temperaturen wird's dann aber meist weniger.


Antwort
TechnikPaul_78
Beiträge: 55
(@technikpaul_78)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Technisch ist das möglich, ja. Aber du musst die Randbedingungen beachten:

- Exakt 7°C Außentemperatur (nicht -7°C!)
- Konstante 35°C Vorlauftemperatur
- Optimaler Volumenstrom
- Keine Abtauzyklen
- Stationärer Betrieb ohne Takten

Das sind Laborbedingungen. In der Realität hast du Temperaturschwankungen, Anfahrverluste, Abtauverluste bei niedrigen Temperaturen etc.

Mein Tipp: Orientier dich eher an der SCOP-Angabe für die Klimazone. Und lass dir garantieren, dass die WP auch bei -10°C noch vernünftig läuft. Das ist wichtiger als ein Spitzenwert bei 7°C.


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