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Heizkurve im Sommer anpassen - muss ich da überhaupt was tun?

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ErdwaermeNeu28
Beiträge: 50
(@erdwaermeneu28)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Also ich hab mich letztes Jahr auch intensiv damit beschäftigt, nachdem ich zwischen Split und Monoblock verglichen hab (anderes Thema, aber die Grundprinzipien der Regelung sind ähnlich).

Die kurze Antwort auf deine Frage 'Kann ich was kaputt machen': nein, nicht wirklich. Moderne WPs haben Schutzschaltungen. Das Schlimmste was passiert ist, dass das Haus zu kalt bleibt oder die Effizienz sinkt.

Was ich als Einsteiger-Tipp wirklich hilfreich fand: Bau dir eine einfache Tabelle in Excel oder Notizbuch. Spalten: Datum, Außentemperatur (Tagesdurchschnitt), Vorlauftemperatur-Ist, Raumtemperatur, Stromverbrauch WP. Das klingt umständlich, aber nach 2-3 Wochen siehst du sofort, ob deine Einstellungen passen. Gerade jetzt im Sommer kannst du das vorbereiten und im September mit Logging anfangen, bevor du irgendwas anpasst. Ich hab durch diese Methode gemerkt, dass meine Kurve eigentlich schon gut passte und ich gar nicht groß eingreifen musste.


Antwort
WolfgangB.1947
Beiträge: 44
(@wolfgangb-1947)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Guten Tag,

die Frage ist grundsätzlich berechtigt und kommt hier öfter vor. Ich möchte aber ein Mißverständnis ausräumen, das ich in solchen Diskussionen häufig beobachte:

Eine Wärmepumpe regelt die Vorlauftemperatur witterungsgeführt, das heißt die Anlage passt die Temperatur selbsttätig anhand der Außentemperatur an - das ist der Kern der Heizkurve. Sie 'lernt' aber nicht automatisch, ob Ihr Haus damit warm genug wird. Das müssen Sie als Nutzer durch die Anpassung der Kurvenparameter vorgeben.

Der Unterschied, den Sie beschreiben (Heizkurve vs. Maximaltemperatur): Die Heizkurve ist ein Soll-Verlauf über die gesamte Heizperiode. Die Maximaltemperatur ist eine Sicherheitsgrenze, die verhindert, dass die Anlage bei extremer Kälte überhitzt.

Mein Rat für den Herbst: Beginnen Sie mit den Werkseinstellungen oder den Installateurseinstellungen, beobachten Sie zwei Wochen lang und passen Sie erst dann an, wenn konkrete Probleme auftreten (zu kalt, zu viel Takten). Schrittweise Änderungen von je 1-2 Grad sind praxistauglich. Protokollieren Sie jede Änderung mit Datum und Außentemperatur - das hilft enorm bei der Auswertung.


Antwort
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