Moin zusammen,
ich beschäftige mich seit Jahren mit meiner Sole-Wärmepumpe im Altbau und bin dabei auf eine Frage gestoßen, die mich nicht loslässt. Überall wird mir empfohlen, auf eine Frischwasserstation umzusteigen – angeblich wartungsärmer, effizienter, weniger Stagnationsprobleme. Aber ich bin skeptisch.
Mein jetziger 300-Liter-Pufferspeicher läuft seit 8 Jahren ohne nennenswerte Probleme. Klar, die Legionellenschutzaufheizung muss sein, aber das ist eine Routine. Die Station hätte dafür eine Durchlauferwärmung – und genau da frage ich mich: Ist das wirklich wartungsärmer? Welche versteckten Probleme entstehen beim Durchlaufprinzip im Altbau mit älteren, dünneren Leitungen?
Außerdem: Im August brauche ich ohnehin kaum noch Wärmepumpenbetrieb. Eine Station müsste für kleine Mengen ständig hochfahren – ist das wirklich effizienter als ein geladener Speicher?
Hat jemand echte Langzeiterfahrung mit beiden Systemen im Altbau? Interessieren mich besonders die Wartungsintervalle, die von den Herstellern abweichen.
Frank, gute Frage. Ich plane gerade meine Wasser/Wasser-WP neu auf und habe mich auch damit beschäftigt. Was ich bislang über die Dimensionierung gelernt habe: Bei einer Station kommt es extrem auf die Auslegung an – Volumenstrom, Temperaturdifferenz, alles muss passen. Im Altbau mit ungünstigen Rohrdurchmessern kann das problematisch werden. Ein Speicher ist da deutlich "verzeiherischer".
Ich tendiere eher zum Speicher für meinen Fall, auch wenn mir das die meisten Planer nicht empfehlen. Hast du dir schon die tatsächlichen Wartungskosten für beide Systeme konkret anschauen lassen? Also nicht die Herstellerangaben, sondern was echte Installateure nach 5-10 Jahren berichten?