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Sommerüberschuss gezielt in WW statt Einspeisung – Regelwerk & Auslegung

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Klaus-Weber
Beiträge: 36
Themenstarter
(@klaus-weber)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#212]

Moin zusammen,

ich beschäftige mich gerade mit der Frage, wie man im Sommer den PV-Überschuss sinnvoller nutzt als ihn einfach ins Netz einzuspeisen. Konkret: Warmwasserbereitung statt Einspeisungsvergütung.

Mein Ansatz: Eine Wärmepumpe mit aktivem Warmwasserspeicher, der gezielt dann geladen wird, wenn die PV über 70% ihrer Nennleistung liefert. Das klingt auf dem Papier rentabel, aber ich sehe da mehrere technische Hürden:

1. Die meisten WP-Steuerungen sind auf Heizlastdeckung ausgelegt, nicht auf Lastverschiebung. Wie würde man das regelungstechnisch sauber umsetzen, ohne den Speicher zu überlasten?

2. Bei Mehrfamilienhäusern kommt hinzu: Welche Grenzen setzt der Netzbetreiber, wenn ich die WP bewusst als flexible Last fahre?

3. Und ehrlich gesagt – bei welcher Auslegung des Speichers rentiert sich der Aufwand überhaupt noch?

Ich bin skeptisch gegenüber pauschalen Aussagen à la "laden Sie einfach wenn Sonne da ist". Das funktioniert nur, wenn die Hydraulik und Steuerung dafür ausgelegt sind. Hat hier jemand das in der Praxis umgesetzt und kann berichten, wo die echten Fallstricke liegen?


1 Antwort
WasserWP-Klaus74
Beiträge: 40
(@wasserwp-klaus74)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Gute Frage, Klaus! Ich habe das bei meiner Wasser-Wasser-WP ähnlich gelöst und kann dir aus Erfahrung sagen: Die Steuerung ist der kritische Punkt. Bei mir läuft eine SG-Ready-Schnittstelle, die von meinem EMS (kombiniert mit ner kleinen Loxone-Box) gesteuert wird. Der Trick ist, dass ich nicht die gesamte WP als flexible Last fahre, sondern nur den Warmwasserteil entkoppelt habe. Der Heizkreis bleibt auf Komfort eingestellt, das Warmwasser aber kann ich zeitversetzt laden – typisch tagsüber bei PV-Überschuss.

Zum Speicher: Bei mir sind das 500L, das ist für ein EFH in dieser Kombination nicht zu groß. Im Juli und August lädt der sich oft schon morgens auf 55°C auf und bleibt dann stabil. Was die Netzbetreiber angeht – da würde ich die konkrete Vorgabe erfragen. Manche akzeptieren Lastverschiebung, andere setzen Grenzen.


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