Hallo zusammen, ich bin neu hier und beschäftige mich gerade intensiv mit unserem Heizungsumbau. Wir haben ein Mehrfamilienhaus aus den 80ern, das noch relativ wenig gemacht wurde – Fenster teilweise alt, Außenwände ungedämmt, die Heizkörper stammen noch aus der Originalinstallation.
Jetzt stellt sich mir die Frage: Macht es überhaupt wirtschaftlich Sinn, hier eine Wärmepumpe einzubauen, wenn wir nicht parallel massiv in Dämmung und Sanierung investieren? Mehrere Handwerker haben mir gesagt, dass die Effizienz leiden würde und sich die Investition nicht rechnet. Gleichzeitig lese ich, dass es gerade jetzt Fördermöglichkeiten gibt, die das attraktiver machen könnten.
Wie schätzt ihr das ein: Sollten wir erst großflächig dämmen und dann die WP installieren, oder kann man auch mit gemischten Maßnahmen beginnen? Und welche staatlichen Zuschüsse kommen für so einen Altbau-Mix in Frage? Jede Erfahrung hilft mir weiter!
Danke schon mal!
Gute Frage! Ich beschäftige mich auch gerade mit sowas, hab aber eher die Seite der Planung und der praktischen Probleme im Fokus. Meine Erfahrung: Du musst zwischen Worst-Case und Überinvestition unterscheiden.
Bei Eurem 80er-Haus ohne Dämmung wird die JAZ definitiv leiden – aber die WP rechnet sich trotzdem, wenn ihr nicht komplett ungedämmt bleibt. Die KfW belohnt gestaffelt: Eine Effizienzhaus-85-Sanierung mit WP kriegt bessere Zuschüsse als Effizienzhaus-100, kostet aber deutlich weniger als 70er.
Mein Rat: Startet mit den billigen Maßnahmen (Fenster, obere Geschossdecke dämmen), installiert die WP, senkt dann sukzessive die Vorlauftemperatur ab. Damit kriegt ihr die Effizienz noch nach oben. Zu Förderung: Schaut euch die aktuelle KfW-Liste genau an – es gibt beim Heizungstausch mittlerweile gute Basisförderungen, auch ohne große Gesamtsanierung.
Welche Heizlast hat denn Euer Haus ungefähr?