Hallo zusammen,
wir sind gerade im Endspurt bei unserem Neubau und die Wärmepumpe (Luft-Wasser, noch nicht final entschieden ob Monoblock oder Split) soll in ca. 4-6 Wochen installiert werden. Zeitgleich kommt die PV-Anlage auf das Dach – das ist für mich völliges Neuland.
Meine Fragen sind ganz praktisch: Wie habt ihr das gelöst, wenn beide Systeme quasi gleichzeitig in Betrieb gehen? Muss ich mit dem Installateur spezielle Absprachen treffen, damit die WP nicht permanent auf Volllast läuft, während die PV noch nicht optimal lädt? Und was ist mit der Warmwasserbereitung – sollte ich da im Sommer eine bestimmte Strategie fahren, oder regelt sich das von alleine?
Auch interessiert mich: Was waren eure größten Anfängerfehler oder überraschungen in den ersten Monaten? Gibt es Einstellungen, die man später lieber nicht mehr ändern sollte?
Danke für eure Erfahrungen!
Tobias, guter Gedanke, das parallel zu planen. Aus meiner Erfahrung würde ich sagen: Die WP läuft am Anfang einfach nach ihrem eigenen Rhythmus – das ist völlig normal. Wichtig ist nur, dass du mit dem Installateur klärst, ob deine geplante PV-Größe überhaupt zu deinem Verbrauch passt. Viele machen hier den Fehler, die Anlage zu klein auszulegen.
Bei der Warmwasserbereitung: Gerade im Sommer braucht man da wenig zusätzliche Energie. Wenn du eine intelligente Steuerung haben willst – also dass die WP vor allem dann heizt, wenn die PV viel liefert – schau dir die SG-Ready-Schnittstelle an. Das ist nicht zwingend nötig für den Start, aber mittel- bis langfristig macht das Sinn. Ich habe das damals bei der Rohrdämmung auch berücksichtigt – je besser isoliert, desto effizienter die ganze Kombi.
Überraschung von meiner Seite: Die Kühlfunktion, die oft angepriesen wird, nutze ich praktisch nie sinnvoll. Das ist eher Marketing. Konzentriere dich auf die Heiz- und Warmwasserseite, dann bist du besser dran.