Guten Tag zusammen,
wir planen derzeit für unser Neubau-Projekt meiner Tochter eine Wärmepumpen-Anlage ein und haben einen Förderantrag bei der KfW eingereicht. Leider wurde dieser nun abgelehnt – ohne konkrete Begründung bezüglich der technischen Anforderungen.
Die Ablehnungsmitteilung erwähnt lediglich "Nicht-Konformität mit geltenden Normen", gibt aber keine Details. Unser Planer hat sich bislang auch nicht gemeldet.
Ich bin irritiert, weil ich die Heizlastberechnung selbst nach EN 12831 nachgerechnet habe und die Auslegung der Wärmepumpe mir korrekt erscheint. Auch die hydraulische Anbindung folgt der VDI 4645.
Welche Normen prüft die KfW denn konkret? Gibt es eine Checkliste, um die häufigsten Fehlerquellen zu identifizieren? Könnte es an der Pufferspeicher-Auslegung liegen oder an fehlenden Nachweisen zur Effizienz?
Wäre dankbar für systematische Hinweise, wo ich selbst ansetzen kann, um die Ablehnung zu verstehen.
Viele Grüße,
WolfgangH
Hallo Wolfgang,
da können mehrere Dinge zusammenkommen. Bei mir war's damals ähnlich – ich hatte in meinem anderen Thread zur Gemeinschaftsfinanzierung auch mit Förderern zu kämpfen.
Typische Fehler bei KfW-Anträgen:
- **Jahresarbeitszahl (JAZ)-Nachweis**: Nicht ausreichend dokumentiert oder zu optimistisch kalkuliert
- **Heizlastberechnung**: EN 12831 kann unterschiedlich angewendet werden; Planer und KfW interpretieren manchmal anders
- **Speichervolumen**: Oft zu klein dimensioniert – KfW hat da strenge Vorgaben
- **Hydraulische Schaltung**: Muss exakt nach VDI 4645 sein, besonders bei Warmwasser
Mein Rat: Schreib den Planer an und forder konkret ein, welche Punkte die KfW bemängelt hat. Du hast Anspruch auf Transparenz. Manchmal ist es auch ein formales Problem im Antrag selbst, nicht die Technik.