Hallo zusammen,
ich beschäftige mich seit Jahren mit Erdwärmeanlagen im Altbau und habe dabei gemerkt, dass die Hersteller ihre Wartungsintervalle oft zu optimistisch ansetzen. Jetzt steht bei mir tatsächlich eine Finanzierungsentscheidung an, aber ich möchte das mal von einer anderen Seite betrachten:
Wenn ich eine Sole-Wasser-WP mit 15-20 Jahren Kreditlaufzeit plane, muss ich ja auch realistisch mit höheren Wartungskosten rechnen als die Prospekte versprechen. Meine Erfahrung zeigt: Spülung des Solekreises, Wartungen – das wird teurer und häufiger. Lohnt sich da eine aggressive Tilgung, um schneller schuldenfrei zu sein? Oder sollte ich eher einen günstigeren Kredit mit längerer Laufzeit nehmen und das eingesparte Geld als Reserve für Servicekosten nutzen?
Wie geht ihr damit um? Kalkuliert ihr die Wartungskosten schon mit in die Kreditplanung ein, oder wird das oft unterschätzt? Interessiert mich besonders für Erfahrungen mit realistischen Wartungszyklen bei älteren Häusern.
Gute Frage, Frank. Ich plane grade eine Hybrid-Lösung für mein Einfamilienhaus und habe mich da auch schon durchgerechnet – allerdings mit Gas im Hintergrund als Fallback. Bei mir war die Überlegung: Längere Kreditlaufzeit gibt mir mehr Flexibilität, wenn die Wartungen doch teurer werden. Die KfW-Konditionen im Moment sind ja okay, aber nicht berauschend. Was ich gemacht habe: Ich habe den Kredit über 20 Jahre kalkuliert und schaue mir die PV-Kombination an – zusätzliche Stromeinsparungen nehmen Druck vom Kredit. Für Sole-WPs im Altbau würde ich ehrlich sagen: Unterschätze die Wartung nicht. Lieber ein Euro mehr Reserve monatlich als nachher in Stress zu geraten.