Hallo Zusammen,
ich stecke gerade in der Planung für meine neue Wärmepumpe und bin etwas verunsichert. Mein Energieberater behauptet, ich müsste unbedingt VORHER einen hydraulischen Abgleich machen lassen, bevor ich den BAFA-Antrag stellen kann. Das würde nochmal 800€ extra kosten.
Als alter Hase (bin Baujahr 1947) habe ich schon einige Handwerker und "Berater" erlebt, die einem gerne mal unnötige Sachen andrehen wollen. Andererseits will ich natürlich nichts falsch machen bei der Förderung.
In den BAFA-Unterlagen, die ich mir runtergeladen habe, steht zwar was von "fachgerechter Auslegung der Heizungsanlage", aber explizit vom hydraulischen Abgleich als Voraussetzung habe ich da nichts gelesen. Oder übersehe ich was?
Mein Haus ist Baujahr 1978, wurde aber 2015 komplett saniert inkl. neuer Heizkörper. Die Heizung läuft eigentlich ganz ordentlich, nur halt noch mit Öl.
Kann mir jemand sagen, ob das wirklich Pflicht ist oder ob mich der Berater nur über den Tisch ziehen will? Bei dem schönen Sommerwetter möchte ich das Projekt endlich angehen und nicht noch länger warten.
Danke für eure Hilfe!
Wolfgang
Moin Wolfgang,
als jemand der auch nen Altbau saniert hat: Dein Energieberater labert Unsinn! Hab selbst 2023 WP installiert und BAFA-Förderung bekommen - ohne vorherigen hydraulischen Abgleich.
Bei nem Haus von 1978 mit Sanierung 2015 ist das System wahrscheinlich eh schon halbwegs in Ordnung. Klar, hydraulischer Abgleich ist nie verkehrt, aber 800€ vorweg nur für'n Antrag? Ne danke.
Ich würd sagen: Antrag stellen, WP installieren lassen und dann schauen ob sich der Abgleich lohnt. Bei den aktuellen Temperaturen hast du eh noch Zeit bis zum Winter zu planen.
Such dir nen anderen Berater oder mach den Antrag selbst. Ist nicht so kompliziert wie alle tun.
Hi Wolfgang,
kann SkeptikerWP47 nur zustimmen. Hydraulischer Abgleich ist für BAFA nicht verpflichtend vorab. Bei meinen Projekten im Allgäu habe ich das immer erst nach der WP-Installation gemacht - funktioniert genauso.
Wichtig für den Antrag: Heizlastberechnung, Nachweis der WP-Effizienz und fachgerechte Planung. Das reicht.
Dein Berater versucht wahrscheinlich, zusätzliche Aufträge zu generieren. Bei einem sanierten Haus von 2015 ist der hydraulische Abgleich später trotzdem sinnvoll für optimale Effizienz, aber eben nicht zwingend vor dem Antrag.
Stell den BAFA-Antrag ruhig ohne den Abgleich. Den kannst du immer noch nachholen.
Wolfgang, da liegt dein "Berater" leider falsch! Der hydraulische Abgleich ist KEINE Voraussetzung für den BAFA-Antrag. Das ist ein weit verbreiteter Irrtum oder eben bewusste Irreführung.
Für die BEG-Förderung musst du zwar nachweisen, dass die WP fachgerecht dimensioniert ist, aber das geht auch über andere Wege. Die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 reicht völlig aus - hatte ich neulich auch diskutiert.
Der hydraulische Abgleich ist zwar sinnvoll für die Effizienz, aber den kannst du auch NACH der Installation machen lassen. Oder gleich mit der WP-Installation beauftragen.
800€ vorab sind definitiv rausgeworfenes Geld. Such dir lieber einen seriösen Energieberater, der ehrlich berät.