Hallo zusammen,
ich beschäftige mich seit längerer Zeit mit der Frage, ob eine Hybridheizung (WP + Gas-Backup) für mein Einfamilienhaus wirklich die richtige Wahl ist. Das Problem: Ich finde in den meisten Wirtschaftlichkeitsrechnungen zu viele Pauschalwerte und zu wenig ehrliche Einschätzung der echten Betriebskosten.
Meine Situation: Modernisiertes 80er-Jahre-Haus, U-Wert ca. 0,25, Heizlast etwa 12 kW. Aktuell noch Gasheizung. Ein Installateur rechnet mir vor, dass eine Hybrid-WP sich in 15 Jahren amortisiert – aber die Gaspreisentwicklung wird dort mit nur 2% angenommen, was mir unrealistisch vorkommt.
Meine Fragen konkret:
1. Wie rechnet ihr die Übergangszeiten im Frühjahr/Herbst ein? Lädt die WP da sinnvoll oder heizt das Gas für Minutenschnelle?
2. Bei welchem Strompreis-zu-Gas-Preis-Verhältnis wird Hybrid unwirtschaftlich gegenüber reiner WP?
3. Habt ihr Erfahrungswerte zu den echten Wartungskosten für zwei Systeme parallel?
Mich interessieren vor allem ehrliche Zahlen jenseits von Herstelleraussagen. Danke!
Ich hab mir für mehrere Kunden die Heizlastberechnungen mit realer Witterung angeschaut. Hybrid lohnt sich bei dir wahrscheinlich nur, wenn du die WP wirklich dimensionierst für 80% der Auslegungstemperatur und das Gas nur für die letzten 10-15 Heiztage im Jahr nutzt. Das heißt aber: WP muss teurer sein, Gas muss kleiner dimensioniert werden. Das tut der Wirtschaftlichkeit weh, wenn man alles durchrechnet. JAZ sinkt oft unter 3,0.