Benachrichtigungen
Alles löschen

Jahresstromverbrauch WP 2026 – was sind realistische Erwartungswerte?

7 Beiträge
7 Benutzer
0 Reactions
32 Ansichten
Klaus H.
Beiträge: 5
Themenstarter
(@klaushartmann69)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#101]

Hallo zusammen,

ich bin jetzt seit gut einem halben Jahr stolzer Besitzer einer Luft-Wasser-Wärmepumpe und versuche gerade einzuschätzen, ob mein bisheriger Verbrauch im normalen Rahmen liegt oder ob da irgendwas nicht stimmt.

Bis Ende Mai hab ich laut Zähler schon knapp 2.800 kWh verbraucht, also rein für die Wärmepumpe. Das Haus ist ein Einfamilienhaus, Bj. 1987, ca. 140qm Wohnfläche, seit letztem Herbst neue Dämmung an der Außenwand. Heizung läuft mit Heizkörpern (noch keine Fußbodenheizung, das ist für später geplant).

Jetzt im Sommer läuft die WP kaum noch für Heizung, nur noch Warmwasser. Trotzdem wollte ich mal hochrechnen was am Ende des Jahres rauskommt und ob ich irgendwo Potential habe das zu senken.

Meine Fragen:
- Was zahlen andere mit ähnlichem Gebäude so ungefähr im Jahr?
- Ist es normal dass der Verbrauch im Winter durch die Decke geht und im Sommer fast nichts ist, oder sollte das gleichmäßiger sein?
- Gibt es Werte/Richtwerte für 2026 die realistisch sind?

Hab auch mal gehört dass man mit bestimmten Einstellungen nochmal 10-15% rausholen kann, aber da bin ich noch nicht tief genug drin.

Bin für jeden Erfahrungswert dankbar!

Grüße
Klaus


6 Antworten
MarkusT84
Beiträge: 44
(@markust84)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ja, die saisonale Schwankung ist komplett normal. Im Januar/Februar kann der Monatsverbrauch locker 5-10x so hoch sein wie im Juni. Das ist kein Fehler, das ist Physik.

Ich hab ne Split-Anlage (hab da in anderen Threads schon drüber geschrieben was die Unterschiede im Alltag so sind) und bei mir ist das genauso. Dezember/Januar zusammen fast 1.800 kWh, jetzt im Juni tippe ich auf 60-80 kWh Gesamt für den Monat.

Was ich dir für deinen Altbau mit Heizkörpern empfehlen würde: schau mal ob dein Installateur den hydraulischen Abgleich sauber gemacht hat. Gerade in Altbauten mit gemischten Heizkörpergrößen ist das oft nicht optimal und die WP muss dann mehr Energie reinstecken als nötig wäre. Kann locker 5-10% Unterschied machen.

Deine hochgerechneten Jahreswerte würd ich erst nach dem ersten kompletten Winter beurteilen. Ein halbes Jahr reicht da nicht wirklich aus.


Antwort
Stefan8915
Beiträge: 41
(@stefan8915)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Kurz und knapp weil die anderen das schon gut erklärt haben: Schau dir den SCOP deiner Anlage an (steht im Datenblatt), damit kannst du deinen erwarteten Jahresverbrauch selbst ausrechnen wenn du deinen Jahresheizwärmebedarf kennst. Hab das Thema hier mal erklärt falls du die Begriffe noch nicht kennst. Damit bekommst du zumindest einen theoretischen Vergleichswert für deinen echten Verbrauch.


Antwort
S.Hartmann
Beiträge: 8
(@s-hartmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Ich seh das etwas anders als WPSkeptiker47 oben – die 2.800 kWh bis Ende Mai finde ich gar nicht sooo dramatisch wenn man bedenkt dass da noch der Januar und Februar drin stecken, also die kältesten Monate. Kommt halt auf den Winter 2025/26 an, der war in manchen Regionen recht kalt.

Was mir bei deiner Beschreibung auffällt: du schreibst 'neue Dämmung seit letztem Herbst'. Das heißt die WP wurde im ersten Winter schon mit der neuen Dämmung betrieben? Oder war die erst im Frühjahr fertig? Das macht für die Bewertung schon einen Unterschied.

Ich hab mich gerade intensiv mit Hydraulik beschäftigt (ganz anderes Thema, aber ähnlich gründliches Einarbeiten notwendig) und mein Fazit ist: man muss das System wirklich verstehen bevor man anfängt zu optimieren. Einfach irgendwas verstellen kann auch nach hinten losgehen. Also erst mal alle Daten sammeln, dann gezielt schauen wo der Hebel am größten ist.


Antwort
WPSkeptiker47
Beiträge: 42
(@wpskeptiker47)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich drück das mal etwas kritischer aus: 2.800 kWh bis Ende Mai klingt für mich eher nach der oberen Grenze, nicht nach Mittelfeld. Hab das schon öfter beobachtet – Altbau, Heizkörper, Luft-Wasser, und dann wundert man sich warum der Verbrauch höher ist als erwartet.

Die Kombination Heizkörper + Altbau + Luft-Wasser-WP ist halt nicht ideal. Die Anlage muss mit höheren Vorlauftemperaturen fahren, der COP fällt entsprechend schlechter aus. Da gibt es dann auch nicht viel zu optimieren solange die Infrastruktur so bleibt.

Ich sag nicht dass das bei dir so ist, aber ich wäre vorsichtig mit dem Gedanken 'ein paar Einstellungen ändern und 15% sparen'. Das klappt vielleicht wenn wirklich was falsch eingestellt ist, aber wenn die Anlage grundsätzlich an ihren Grenzen arbeitet, hilft da keine App-Steuerung.

Was sind denn deine aktuellen Vorlauftemperaturen im Winterbetrieb? Die Zahl würde schon viel sagen.


Antwort
Seite 1 / 2
Teilen: