Ich mache sowas systematisch und kann dir sagen: Der Sommer ist tatsächlich der richtige Zeitpunkt, das stimmt. Aber ich würde den Reset-Ansatz kritisch hinterfragen. Das Problem ist die Messperiode – um einen belastbaren JAZ-Wert zu bekommen brauchst du mindestens eine vollständige Heizperiode unter vergleichbaren Klimabedingungen. Ein Reset jetzt und dann Vergleich zum letzten Winter ist methodisch wackelig wegen der Witterungsvarianz.
Was ich stattdessen mache: Ich logge jeden Parameter-Änderungszeitpunkt mit Datum und lese vorher/nachher den WMZ ab, jeweils über mindestens 2 Wochen mit ähnlicher Gradtagszahl. Das ist aufwändiger aber sauberer als ein Reset-Vergleich.
Zu deiner Frage ob Hersteller-Defaults dokumentiert sind: Bei mir (Daikin) sind die Werkseinstellungen im Servicehandbuch vollständig aufgelistet. Ich würde also empfehlen das Servicehandbuch zu besorgen und die Default-Werte manuell einzutragen statt einen echten Reset durchzuführen. Dann hast du den gleichen Ausgangspunkt ohne Risiko.
Methodisch finde ich den Ansatz eigentlich gut, hab aber eine andere Perspektive dazu: Ich würde den Reset nicht als Ausgangspunkt nehmen sondern lieber alle aktuellen Parameter vorher fotografieren/dokumentieren und dann gezielt einzelne Stellschrauben isoliert verändern. Der Vorteil: Du weißt genau was du veränderst, und kannst jeden Schritt dem WMZ-Wert zuordnen. Beim Blanko-Reset weißt du ja nicht ob der Hersteller-Default überhaupt irgendwas taugt als Referenz.
Für die Smart-Home-Integration hab ich übrigens gemerkt dass ein Reset auch alle hinterlegten Zeitprogramme löscht – je nach Anlage auch SG-Ready-Konfigurationen. Das wäre bei mir mit PV ein echtes Problem, das muss man vorher sichern. Gibt es bei deiner Steuerung eine Export-Funktion für die Konfiguration?