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Fußbodenheizung vs. Radiatoren: Effizienzvergleich aus der Praxis?

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ThomasK89
Beiträge: 12
Themenstarter
(@thomask89)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#61]

Hi Leute,

stehe vor einer größeren Entscheidung und hoffe auf eure Erfahrungen. Wir haben ein Einfamilienhaus von 1995 mit normalen Heizkörpern und planen für nächstes Jahr eine Luft-Wasser-WP. Der Installateur sagt, Fußbodenheizung wäre deutlich effizienter wegen der niedrigeren Vorlauftemperatur.

Jetzt die praktische Frage: Lohnt sich der Aufwand wirklich? Wir müssten alle Böden aufreißen, kostet sicher 15-20k extra. Dafür sollen wir dann 20-30% Stromkosten sparen, meint er.

Hat jemand von euch schon mal real gemessen? Also vorher/nachher Vergleich oder parallele Räume mit unterschiedlichen Systemen? Online steht viel Theorie, aber ich würde gerne echte Zahlen hören.

Besonders interessiert mich: Macht es einen Unterschied bei gut gedämmten vs. weniger gut gedämmten Häusern? Unser Haus ist okay isoliert, aber nicht perfekt.

Bin für jede Erfahrung dankbar, gerade jetzt im Sommer ist die beste Zeit zum Planen!

Viele Grüße
Thomas


3 Antworten
WasserWP-Klaus74
Beiträge: 23
(@wasserwp-klaus74)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Moin Thomas,

kann dir aus eigener Erfahrung antworten. Haben 2019 von Radiatoren auf Fußboden umgestellt, allerdings bei einer Komplettsanierung.

Die Effizienzsteigerung ist real, aber nicht so dramatisch wie manche behaupten. Bei uns waren es ca. 15% weniger Stromverbrauch im ersten Winter danach. Das liegt hauptsächlich an der niedrigeren Vorlauftemperatur - statt 55°C bei den alten Heizkörpern fahren wir jetzt mit 35°C.

Wichtiger Punkt: Der Effekt ist umso größer, je schlechter die Dämmung ist. Bei gut gedämmten Häusern nivelliert sich der Unterschied etwas, weil die WP sowieso schon recht effizient läuft.

15-20k nur für die Fußbodenheizung klingt heftig. Macht ihr gleichzeitig andere Arbeiten? Sonst rechnet sich das bei den aktuellen Strompreisen erst nach 12-15 Jahren.


Antwort
Thomas K.
Beiträge: 9
(@kritiker_1978)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Woche

Thomas, da würde ich vorsichtig sein mit den Versprechungen.

20-30% Einsparung ist Marketing-Gerede. In der Realität sind 10-15% realistischer, und das auch nur unter optimalen Bedingungen. Bei einem 95er Haus mit "okay" Dämmung wirst du wahrscheinlich eher bei 8-12% landen.

Dazu kommt: Fußbodenheizung ist träge. Wenn du mal schnell einen Raum aufheizen willst, dauert das Stunden. Bei Heizkörpern geht's in 20-30 Minuten.

Mein Tipp: Investier die 15-20k lieber in bessere Dämmung und moderne Heizkörper mit großer Fläche. Bringt oft mehr als die aufwendige Fußbodenheizung.


Antwort
Markus91
Beiträge: 34
(@markus91)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Hey,

hab letztes Jahr genau das gemacht - WP mit bestehenden Radiatoren. Läuft bei 45°C Vorlauf und JAZ von 3,2 im ersten Winter.

Fußboden wär natürlich besser, aber für uns war das Budget nicht da. Kompromiss: In den zwei wichtigsten Räumen neue Niedertemperatur-Heizkörper mit doppelter Fläche installiert. Kostenpunkt 2k statt 20k.

Ergebnis: Die beiden Räume brauchen jetzt nur noch 40°C Vorlauf. Der Rest läuft weiter mit 45°C. Insgesamt sparen wir so geschätzt 5-8% gegenüber den alten kleinen Radiatoren.

Vielleicht ist das ein Mittelweg für dich?


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