Hallo zusammen,
plane für mein Neubau-Projekt (EFH, 140qm, KfW40) eine WP und bin wieder mal am Verzweifeln wegen der geschönten Herstellerangaben. JAZ 4,5 hier, JAZ 5,2 dort - alles Marketing-Blabla wenn man sich die realen Messwerte anschaut.
Zur Auswahl stehen:
- Luft-Wasser (günstig, aber im Winter schlechte JAZ?)
- Sole-Wasser (teurer, aber konstanter?)
- Wasser-Wasser (am effizientesten, aber Genehmigung + Brunnenrisiko?)
Fußbodenheizung ist geplant, also niedrige VL-Temperaturen möglich. Standort Süddeutschland, moderate Höhenlage.
Wer kann mir ECHTE Messwerte aus dem letzten Winter zeigen? Bin nur an harten Fakten interessiert, nicht an Prospekt-Versprechen. Was habt ihr wirklich erreicht bei vergleichbaren Bedingungen?
Besonders interessiert mich: Lohnt sich der Mehraufwand für Erdwärme/Grundwasser beim gut gedämmten Neubau überhaupt noch? Oder reicht moderne Luft-WP mit Inverter?
Danke für ehrliche Antworten!
Hi,
stehe vor genau der gleichen Entscheidung wie du! Bin auch grad eingezogen und quäle mich seit Wochen mit dem Thema rum.
Was ich bisher rausgefunden hab: Bei gut gedämmten Neubauten wie deinem scheint der Unterschied zwischen den Systemen gar nicht mehr so dramatisch zu sein. Ein Bekannter mit ähnlichem Haus (KfW40, auch Süddeutschland) hat letzten Winter mit seiner Luft-WP eine JAZ von 4,1 erreicht - nicht schlecht für so einen kalten Winter.
Beim Grundwasser bin ich aber echt am schwanken. Klar, die Effizienz ist top, aber die ganzen Genehmigungen und dann noch das Risiko mit dem Brunnen... Ein Hydrogeologe hat mir erzählt, dass bei ihm in der Gegend jeder 3. Brunnen nach ein paar Jahren Probleme macht. Das macht mir schon Sorgen.
Erdwärme wäre eigentlich mein Favorit, aber die Mehrkosten sind heftig. Muss mal schauen ob sich das bei dem niedrigen Verbrauch überhaupt rechnet.
Falls du konkrete Zahlen sammelst, würde mich das auch sehr interessieren! Vielleicht können wir uns austauschen?
Grüße
L.Weber