Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, mich intensiver mit dem Thema Wärmepumpe auseinanderzusetzen. Mein Einfamilienhaus ist aus den 80ern, relativ gut isoliert (Fassade vor 10 Jahren erneuert), aber ich bin mir unsicher, ob eine WP hier überhaupt wirtschaftlich sinnvoll ist oder ob ich eher in eine Teilsanierung investieren sollte.
Meine aktuelle Ölheizung braucht bald einen Service, und jetzt stellt sich die Frage: Direkt auf WP umsteigen oder erst noch mehr Dämmung, neue Fenster, vielleicht sogar eine Fußbodenheizung?
Ich möchte gerne verstehen, welche Szenarien für meinen Altbau realistisch sind – nicht theoretisch, sondern praktisch. Wie würde man so ein Projekt richtig angehen? Was sind die echten Grenzen, die ich als Hausbesitzer beachten muss? Und vor allem: Gibt es Fälle, wo eine WP im Altbau einfach nicht das richtige ist?
Freue mich auf eure Erfahrungen!
Moin Markus,
da sprichst du einen wichtigen Punkt an. Ich beschäftige mich gerade selbst sehr intensiv mit den verschiedenen Förderungsmöglichkeiten und habe mir dabei auch mehrere Sanierungsprojekte angeschaut – und die Realität im Altbau ist nuancierter als oft dargestellt.
Für dein Szenario würde ich folgende Fragen klären: Wie ist der aktuelle Dämmstandard wirklich? (Am besten: Thermografie oder energetischer Ist-Zustand) Welche Heizlast brauchst du tatsächlich? Das ist entscheidend. Eine WP im schlechtgedämmten Altbau wird ineffizient – das ist keine Legende. Bei dir könnte es sein, dass erst 5-10 cm Zusatzdämmung der Fassade oder neue Fenster die entscheidende Basis schaffen, damit die WP dann mit anständiger JAZ läuft.
Zweitens: Welche Wärmepumpen-Art passt? Luft-Wasser braucht moderne Radiatoren oder FBH. Solutherm/Erdwärmesonden sind teurer, aber effizienter – bei dir eher sinnvoll, wenn der Garten passt.
Drittens: Die Förderung! KfW 261/262 mit BEG macht da einen großen Unterschied. Aber Achtung: Teile der Sanierung müssen VORHER beantragt werden.
Mein Rat: Hole dir einen energetischen Einzelcheck (ca. 300-400€, oft bezuschusst), dann wird es konkret.