Hallo zusammen,
nach 15 Jahren bin ich wieder aktiv im Forum und plane gerade meinen Altbau-Umbau. Konkret geht's um eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Fußbodenheizung.
Meine Frage: Wo genau verläuft die rechtliche Grenze zwischen dem, was ich als interessierter Laie selbst machen darf, und wo MUSS ein zertifizierter Installateur ran? Ich bin handwerklich nicht unerfahren und traue mir zu, Rohre zu verlegen und einen Pufferspeicher anzuschließen. Aber ich will nicht unwissentlich gegen irgendwelche Vorschriften verstoßen oder Garantien gefährden.
Speziell interessiert mich:
- Kann ich die Fußbodenheizungs-Verrohrung selbst machen?
- Darf ich den Pufferspeicher und Warmwasserspeicher anschließen?
- Wo beginnt die Fachkompetenz beim Kältekreislauf?
Wie habt ihr das bei eurer Installation gehandhabt? Ich möchte die Kosten nicht unnötig in die Höhe treiben, aber auch kein Risiko eingehen.
Danke vorab!
Guter Überblick über deine Situation, Stefan. Bei mir war es damals ähnlich – ich wollte auch sparen.
Die klare Antwort: **Kältekreislauf ist Fachkompetenz pur.** Das ist nicht verhandelbar – Dichtheits- und Dichtmittelprüfungen, Evakuierung, Kältemittel-Handling, alles muss dokumentiert sein. Deine Garantie ist weg, wenn ein nicht zertifizierter Fachmann hier tätig wird.
Die **Verrohrung der Fußbodenheizung** kannst du selbst machen. Häufig kannst du die auch komplett selbst legen – viele nutzen Kunststoffrohre. Das ist handwerklich machbar und wird oft genug von Laien gemacht. Achte nur auf die richtigen Leitungsabstände und Bögen.
**Speicher anschließen:** Das kommt drauf an. Einen Pufferspeicher hydraulisch anschließen? Ja, kannst du. Der Warmwasserspeicher auch – solange es rein hydraulisch ist. **Aber:** Die elektrische Steuerung und Sensorik sollte der Installateur machen. Da passieren gerne Fehler mit der Regelung, die dir dann Effizienz kosten.
Mein Tipp: Lass dir den Kostenvoranschlag so aufschlüsseln, dass nur echte Facharbeiten berechnet sind. Manche sind überraschend kulant bei Eigenleistung.