Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, mein Einfamilienhaus zu sanieren und möchte eine Luft-Luft-Wärmepumpe einbauen. Mir geht es vor allem darum, das Gerät korrekt zu dimensionieren – ich möchte nicht zu groß kaufen (unnötige Kosten) aber auch nicht zu klein (ständig im Volllastbetrieb).
Meine Frage: Wie berechne ich die Heizlast selbst nach, um die Herstellerangaben zu überprüfen? Welche Parameter sind wirklich entscheidend? Ich habe gehört, dass viele Installateure pauschal um 20–30 % überdimensionieren, um auf der sicheren Seite zu sein.
Zum anderen: Die Außeneinheit soll an der Nordfassade montiert werden (weniger Sonne, etwas geschützter). Wie stark wirkt sich das auf die Schallentwicklung aus? Kann ich durch geschickte Aufstellung und Entkopplung die Lärmbelästigung reduzieren, oder bin ich mit den Herstellerangaben realistisch?
Hat jemand Erfahrung mit dieser Art der Selbstüberprüfung? Welche Fehler sollte ich vermeiden?
Danke vorab!
Thomas, da sprichst du einen wichtigen Punkt an. Bei der Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 läuft oft folgendes ab: Der Handwerker nimmt die Quadratmeterleistung als Daumenregel (z.B. 50–80 W/m² je nach Baujahr) und schlägt dann vorsorglich noch 25–30 % drauf. Das ist rechnerisch unsauber.
Richtig wäre: U-Werte der Bauteile (Fenster, Wände, Dach), Transmissionsverluste, Lüftungswärmeverluste, Zuschläge für Warmwasser – dann hast du die echte Heizlast. Online-Rechner gibt es mehrere, aber achte darauf, dass sie nach der aktuellen DIN-Norm arbeiten.
Zur Außeneinheit: Montage an der Nordfassade reduziert tatsächlich Wärmeeintrag, aber für die Schallentwicklung ist das irrelevant. Entscheidend ist die Entkopplung (elastische Lagerung, nicht direkt auf Stein/Holz schrauben) und – das unterschätzen viele – die Reflexion an der Wand dahinter. Ein Meter Abstand oder eine Schallschutzwand helfen deutlich mehr als die Himmelsrichtung. Was sind denn die Nominalwerte deines angedachten Gerätes?