Hallo zusammen, ich bin neu hier und plane gerade meine erste Wärmepumpe (Luft-Wasser) für meinen Altbau. Beim Recherchieren bin ich immer wieder auf den hydraulischen Abgleich gestoßen – und jetzt frage ich mich: Kann man das wirklich selbst durchführen, wenn man etwas handwerklich begabt ist?
Mein Hintergrund: Ich bin sehr interessiert an Smart Home und möchte die WP später über ein intelligentes System steuern. Meine Frage ist konkret – wenn ich den Abgleich selbst mache und dann nachher die Vorlauftemperaturen und Durchflussmengen per Sensor tracke, kann ich das Ganze dann über eine Gebäudeautomation optimieren? Oder braucht es da doch einen Fachmann, um sicherzustellen, dass die Grundeinstellung stimmt?
Auch interessiert mich: Im Sommer könnte man doch die Kühlfunktion nutzen, wenn der Abgleich richtig gemacht ist? Lohnt sich das bei meinem Strompreis überhaupt noch?
Vielleicht habt ihr praktische Erfahrungen oder Tipps, wie man das angehen sollte.
Hey TechNik_96, gute Fragen! Aber hier muss ich dich etwas bremsen: Der hydraulische Abgleich ist nicht einfach "selbermachen"-Terrain, auch wenn du handwerklich versiert bist. Das Problem ist weniger die Technik als vielmehr, dass es DIN 12098-9 und BAFA-Anforderungen gibt – und viele Förderungen verfallen, wenn das ein Laie gemacht hat.
Zur Smart-Home-Optimierung danach: Ja, absolut sinnvoll! Mit den richtigen Sensoren (Vorlauf, Rücklauf, Durchfluss pro Heizkreis) kannst du später prima nachjustieren. Aber die Initialeinstellung sollte wirklich ein Fachmann mit Differenzdruckmessern machen.
Zum Kühlen im Sommer bei aktuellen Strompreisen: Eher marginal rentabel. Passive Kühlung über Fußbodenheizung ist da die bessere Option. Schau mal hier nach mehr Details zur Kühlfunktion bei Altbauten.