Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, mein Haus mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe auszustatten und beschäftige mich intensiv mit den technischen Kennzahlen. Überall lese ich von COP und JAZ, aber mir ist nicht ganz klar, wo genau der Unterschied liegt und vor allem: Welche Zahl sollte ich für meine Planung und später zur Überprüfung der Effizienz nutzen?
Der Installateur hat mir ein Angebot mit einem beworbenen COP von 4,2 gemacht – aber ich habe gelesen, dass das unter Laborbedingungen gemessen wird? Wie sieht das in der Realität aus, wenn die Anlage dann läuft?
Außerdem interessiert mich: Kann ich die Effizienzwerte später selbst nachvollziehen oder brauche ich dafür spezielle Tools? Ich möchte ja auch wissen, ob die BAFA-Förderung gerechtfertigt ist und ob eine Batteriespeicher-Kombination Sinn macht.
Wäre super, wenn jemand das verständlich erklären könnte!
Vielen Dank,
Marko
Guter Punkt, Marko. Der COP (Coefficient of Performance) ist tatsächlich unter standardisierten Bedingungen gemessen – meist bei +7°C Außentemperatur und einer Wassertemperatur von 35°C. Das ist nicht dein Alltag.
Die JAZ (Jahresarbeitszahl) ist das, was dich wirklich interessieren sollte. Sie rechnet alle realen Betriebsstunden des Jahres rein, also auch die kalten Wintertage, wenn die Effizienz sinkt. Eine LWWP mit COP 4,2 hat oft eine JAZ von 3,0 bis 3,5 – je nach Heizlast und wie viel Warmwasser du brauchst.
Ich tracke das bei meiner Hybrid-Anlage inzwischen sehr detailliert – habe mir dafür eine Excel-Vorlage gebaut, um die Schaltpunkte zwischen WP und Gas zu optimieren. Das gibt mir echte Zahlen statt Versprechungen. Mit dem Installer solltest du klar machen, dass du später die JAZ überprüfen möchtest. Und zur BAFA: Die fördern nur, wenn gewisse Effizienzkriterien erfüllt sind – informier dich da lieber vorher, als hinterher Ärger zu haben.
Batteriespeicher ist übrigens eine andere Geschichte – ob das Sinn macht, hängt von deinem Stromtarif und PV-Anlage ab.