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Altbau 1962: Realistische Gesamtkosten Erdwärmepumpe mit Sanierung?

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HolgerAltbau_72
Beiträge: 24
Themenstarter
(@holgeraltbau_72)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#55]

Hallo zusammen,

wir stehen vor einer größeren Entscheidung und ich hoffe auf eure Erfahrungen. Unser Haus von 1962 (140qm, Gasheizung von 2003) soll modernisiert werden. Die aktuelle Heizung läuft noch, aber wir wollen langfristig weg vom Gas.

Nun die große Frage: Macht es Sinn, gleich eine Erdwärmepumpe mit einzuplanen? Der Heizungsinstallateur meint, ohne ordentliche Dämmung wird das nix. Also sprechen wir über:
- Fassadendämmung (ca. 25.000€)
- Neue Fenster (15.000€)
- Erdwärmepumpe mit Bohrung (35.000€)
- Evtl. Fußbodenheizung EG (12.000€)

Das sind über 80.000€! Meine Frau meint, wir sollten erstmal nur dämmen und dann in 5 Jahren schauen. Aber andererseits gibt's ja noch Förderung und die Gaspreise...

Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht? Lohnt sich das Komplettpaket oder besser schrittweise? Und sind meine Kostenschätzungen realistisch? Würde mich über ehrliche Meinungen freuen, auch wenn sie wehtun.

Gruß
Holger


3 Antworten
Thomas-Kruegers
Beiträge: 36
(@thomas-kruegers)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Holger, als jemand der schon mehrere Altbausanierungen begleitet hat: Deine Frau hat nicht unrecht mit dem stufenweisen Vorgehen.

Problematisch wird's wenn du jetzt alles auf einmal machst und dabei Fehler passieren. Hab ich hier schon mal diskutiert - bei schlecht gedämmten 70er Jahre Häusern wird's schnell teuer.

Mein Vorschlag: Erstmal nur Dämmung + Fenster, dann schauen wie sich der Verbrauch entwickelt. Die Erdwärmepumpe läuft dir nicht weg, aber 80k€ auf einen Schlag ist schon heftig.

Alternativ: Jetzt schon mal die Bohrung machen lassen (dauert eh Monate bis Termin frei ist), aber mit der WP noch warten. So kannst du die Baukosten strecken.


Antwort
MarkusT84
Beiträge: 26
(@markust84)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Hi Holger,

kenne das Problem gut! Bei mir war's ähnlich - Haus von '68, hab's 2023 gemacht. Deine Kostenschätzungen sind nicht unrealistisch, eher vorsichtig kalkuliert. Bei mir kam am Ende noch einiges dazu (Elektrik, unerwartete Probleme).

Mein Rat: Mach's komplett oder lass es. Halbherzige Lösungen rächen sich. Die Dämmung allein bringt dir nicht viel, wenn du danach wieder eine fossile Heizung einbaust. Und in 5 Jahren sind die Förderungen vielleicht weg oder anders.

Wichtiger Punkt: Lass vorher eine ordentliche Heizlastberechnung machen! Bei mir hat sich rausgestellt, dass ich mit weniger Dämmung ausgekommen bin als gedacht, weil die WP effizienter arbeitet.

Und plane Zeit ein - bei mir waren's 8 Monate statt geplante 4. Aber jetzt bin ich froh, dass ich's durchgezogen hab.


Antwort
Klaus_195219
Beiträge: 25
(@klaus_195219)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Sehe das anders als Thomas. Jetzt ist der beste Zeitpunkt!

Erstens: Die 40% Förderung für Erdwärme gibt's nicht ewig. Zweitens: Wenn du eh schon Baustelle hast, mach alles auf einmal. Separate Gewerke kosten nur mehr.

Deine 80k sind mit Förderung eher 50k - das ist machbar. Rechne mal durch: Gas wird in den nächsten Jahren nur teurer, CO2-Steuer kommt dazu. In 10 Jahren hast du das locker wieder drin.

Tipp: Lass dir mehrere Angebote machen, gerade für die Bohrung. Preise schwanken extrem (hab 14k statt 22k bezahlt).


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