Ehrlich gesagt hab ich mir da bisher zu wenig Gedanken gemacht 😅 Meine Wärmepumpe läuft seit der Installation einfach mit der Hersteller-App und ich hab die AGBs... naja. Wer liest die schon komplett durch.
Aber der Punkt mit den Anwesenheitszeiten stimmt natürlich. Wenn man sieht dass das Warmwasser jeden Tag um 7 Uhr morgens abgerufen wird und zwischen dem 10. und 25. Juli gar nicht – dann weiß eigentlich jeder dass die Leute im Urlaub sind. Ob das dem Hersteller in Japan oder USA wirklich wichtig ist, keine Ahnung. Aber das Potenzial ist da.
Für den Urlaubsfall: ich stell die App einfach auf Abwesenheitsmodus und gut ist. Ob das datenschutztechnisch sauber ist... bin ich überfragt. Vielleicht kennt sich hier jemand mit DSGVO im privaten Bereich aus?
Das ist ein Thema das tatsächlich viele unterschätzen. Ich hab mich damit letztes Jahr intensiver beschäftigt, als ich meine Anlage an Home Assistant angebunden hab.
Zum Punkt "welche Daten": Das variiert stark je nach Hersteller. Bei manchen geht's tatsächlich nur um Betriebsparameter (Vorlauftemperatur, COP, Laufzeiten), bei anderen werden sehr granulare Nutzungsprofile erstellt. Anhand von Warmwasserabrufen lässt sich z.B. gut rekonstruieren wann jemand zuhause ist – das ist nicht nichts.
Was ich empfehlen kann: Schau mal ob dein Hersteller ein lokales API anbietet oder ob es entsprechende Reverse-Engineering-Projekte gibt (z.B. für Viessmann oder Daikin gibt es da einiges). Dann kannst du die Cloud komplett abklemmen und trotzdem fernsteuern, über eigenen VPN-Zugang nach Hause.
Bei Drittanbieter-Integrationen wird's nochmal komplizierter, weil dann potenziell mehrere Parteien Zugriff auf Daten haben. Ich bin da eher vorsichtig und halte alles so lokal wie möglich. Hat auch den Vorteil dass die Steuerung funktioniert wenn der Hersteller seinen Cloudserver mal abschaltet – was durchaus vorkommt.