Hallo zusammen,
ich bin dabei, meinen 25 Jahre alten Gaskessel zu ersetzen und möchte eine Hybrid-Lösung aus Wärmepumpe und Gas-Backup aufbauen. Gleichzeitig plane ich eine PV-Anlage (ca. 6-8 kWp). Meine Frage ist weniger technisch als wirtschaftlich:
Wo liegt eigentlich die Break-Even-Temperatur, ab der sich die WP finanziell lohnt und die Gas-Heizung entlasten kann? Ich lese überall verschiedene Angaben – manche sagen 12°C, andere 8°C, wieder andere sagen, das hängt von der JAZ ab.
Zum Wechselrichter-Setup: Soll ich einen reinen PV-Wechselrichter nehmen oder einen Hybrid-Wechselrichter, der auch die WP-Steuerung übernehmen kann? Ich möchte die Wärmepumpe bevorzugt mit eigenem PV-Strom fahren, aber ohne teure Speicher-Batterie. Wie stellen das andere hier an, die noch Gas als Backup haben?
Meine Heizlast im Altbau dürfte bei ca. 12-15 kW liegen, die WP sollte diese also nicht komplett decken müssen.
Danke für praxisnahe Tipps!
Moment – lass dich nicht zu schnell von den ganzen Hybrid-Versprechen blenden. Echte Hybrid-Wechselrichter mit eingebauter WP-Steuerung sind oft teurer und binden dich an Servicevertrag und Herstellerkünsteleien.
Meiner Erfahrung nach: Kauf dir einen soliden PV-WR für ca. 2000-3000€, lass den Gas-Kessel mit einer zeitgesteuerten oder temperatur-gesteuerten Schaltlogik arbeiten. Das ist wartungsfrei und macht genau das, was du brauchst.
Die Rechnung: Bei Gas-Backup rentiert sich eine großflächige PV gar nicht so schnell. Frag dich lieber: Wie viel kWh kann ich im Jahr tatsächlich selbst nutzen? Im Winter eher 20-30%, im Sommer vielleicht 50-60%. Das ist ehrlich weniger spektakulär als manche meinen.