Hallo zusammen,
ich bin Mieter in einem 6er-Haus (Baujahr 1978) und mein Vermieter plant anscheinend, die alte Ölheizung gegen eine Luft-Wasser-Wärmepumpe zu tauschen. Zumindest hat ein Handwerker letzte Woche gemessen und Fotos gemacht – ohne mich vorher zu informieren.
Meine Frage: Hat der Vermieter das Recht, einfach so eine WP einzubauen? Muss er mich fragen oder zumindest vorab informieren? Und wenn ja – kann ich das verhindern oder zumindest Bedingungen stellen?
Mich interessiert auch, ob das wirtschaftlich überhaupt sinnvoll ist. Die Heizkosten sind derzeit moderat (ca. 900€/Jahr für 85qm), und ich fürchte, dass die Stromkosten einer WP nicht unbedingt günstiger sind – vor allem wenn man bedenkt, dass unser Haus nicht isoliert ist und wir im Winter heftig heizen. Gibt es Richtwerte, ab wann eine WP im Altbau wirklich rentabel wird für den Vermieter?
Danke für ehrliche Antworten!
Das ist eine interessante Frage, die ich mir so auch nicht einfach beantworten würde. Rechtlich hat der Vermieter grundsätzlich das Recht, Instandhaltungsmaßnahmen durchzuführen – das fällt da rein. Aber es gibt Grenzen: Der Zugang zur Wohnung muss angekündigt werden, und bei massiven Veränderungen (wie Außengerät-Platzierung) können Mieterrechte relevant werden.
Meine Skepsis: Dein Argument zur Wirtschaftlichkeit ist berechtigt. Bei 900€/Jahr Heizkosten und einem unsanierten Altbau ist eine reine WP-Lösung fragwürdig. Hier wäre eine Hybrid-Lösung sinnvoller – WP mit Gaskessel als Backup. Das reduziert Risiken und ist wirtschaftlich realistischer. Hat der Vermieter das überhaupt geprüft?