Hallo zusammen, ich bin gerade mitten in der Planung für meine Wärmepumpe im Reihenhaus (Baujahr 1972) und stolpere überall über unterschiedliche Kennzahlen. Der eine Installateur redet nur von Betriebsstunden, der andere schwört auf kWh, wieder ein anderer will mir JAZ-Werte verkaufen.
Mein Problem: Im Altbau ist alles komplizierter. Ich hab noch Radiatoren aus den 70ern, die Dämmung ist bescheiden, und ich weiß gar nicht, wie ich das später seriös vergleichen kann. Wir nutzen die Wärmepumpe auch für Warmwasser – wird das separat erfasst oder fließt das alles zusammen?
Für meine Entscheidung zwischen den Herstellern brauche ich verlässliche Daten. Wie dokumentiert ihr das bei euch? Und was würdet ihr für einen Altbau wie meinen wirklich tracken, um später nicht böse überrascht zu werden? Gibt es da Unterschiede zwischen den Marken, welche besser ihre Verbrauchsdaten offenlegen?
Für Altbauten ist das tatsächlich knifflig. Meine Erfahrung: Betriebsstunden allein sagen dir fast nichts, die kWh sind aussagekräftiger – aber nur wenn du weißt, was deine Wärmepumpe in der Zeit geleistet hat.
Bei der Fehlerdiagnose an bestehenden Anlagen merk ich immer wieder: Altbau-Besitzer haben oft keine Baseline. Mein Rat wäre, vor der Installation den Gas-/Ölverbrauch der letzten 3–5 Jahre zu sammeln. Dann kannst du später echte Gradtagzahl-bereinigte Vergleiche machen – das ist die einzige faire Methode im Altbau.
Warmwasser separat zu erfassen ist super sinnvoll. Das sollte dein Wärmemengenzähler aber ohnehin können, wenn er mit zwei Fühler-Paaren arbeitet. Welche Marke du nimmst, ist da weniger relevant als die richtige Parametrisierung vor Ort. Die meisten Unterschiede entstehen in der Einregulierung, nicht im Gerät selbst.
Vielleicht hilft dir auch ein Blick auf mein Post zum COP-Optimieren – auch wenn's um Sommer geht, die Mess-Prinzipien sind identisch.