Hallo zusammen,
ich bin dabei, mein unter Denkmalschutz stehendes Fachwerkhaus (Baujahr 1890) mit einer Luft-Luft-Wärmepumpe auszustatten. Nach 5 Jahren Beschäftigung mit diesem Thema bin ich überzeugt, dass eine dezentrale Lösung hier am sinnvollsten ist – aber die Behörde macht mir Schwierigkeiten mit der Außeneinheit.
Das Problem: Die Denkmalbehörde akzeptiert keine sichtbaren Außengeräte an der Fassade. Ich habe schon mehrere Lösungsansätze recherchiert, bin aber noch nicht ganz zufrieden:
1. Montage auf der Rückseite (von der Straße nicht sichtbar) – funktioniert, aber die Rohrleitungen müssen um die ganze Ecke laufen
2. Versteckte Montage in einem Wandschrank aus Holz (Denkmalschutz-konform) – Akustik-Problem?
3. Unterputz-Variante in einer bestehenden Nische
Hat jemand von euch konkrete Erfahrungen mit solchen Lösungen gesammelt? Wie habt ihr die Behörden ins Boot geholt, und wo waren die echten Grenzen? Tipps zur Schalldämmung wären auch wertvoll.
Danke schonmal!
Hartmut, bevor du zu viel in diese Versteck-Konstruktionen investierst, würde ich dir empfehlen, mal hinter die Kulissen der Denkmalbehörde zu schauen. In vielen Bundesländern sind die Richtlinien weniger starr als gedacht – manchmal geht es nur darum, WIE man das Ding präsentiert.
Die Holzverkleidung-Variante klingt gut auf dem Papier, aber Achtung: Das Gerät braucht freie Luftzirkulation. Wenn du es komplett einboxst, drosselt sich der COP extrem. Ich hab das in einem anderen Thread schon diskutiert – die Effizienz-Verluste sind real, nicht nur Hersteller-Gerede.
Mein Rat: Frag die Behörde konkret nach Zwischenlösungen. Manche akzeptieren z.B. dezente Farbanpassung oder bestimmte Montagehöhen. Sonst landest du mit verstopftem Wärmeübertrager und fragst dich, warum die WP nicht läuft.