Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, meine neue Hybrid-Anlage (Luft-Wasser-WP + Gas-Brennwert) zu dokumentieren und will die Jahresarbeitszahl systematisch über das ganze Jahr hinweg nachverfolgbar machen. Allerdings bin ich mir unsicher, wie ich im Sommer mit den Verbrauchsdaten umgehen soll.
Mein Plan: Ich möchte die JAZ nicht erst am Jahresende berechnen, sondern regelmäßig überprüfen – einfach um zu sehen, wie sich die Anlage verhält und ob sich die Hybrid-Strategie in den realen Zahlen widerspiegelt.
Meine Fragen:
1. Kann ich JAZ auch für einzelne Monate oder Quartale sinnvoll berechnen, oder wird das wegen der Wärmelast-Schwankungen zu verfälscht?
2. Im August läuft bei mir hauptsächlich die Warmwasserbereitung. Zählt die mit voller Gewichtung in die JAZ, oder sollte ich das anders handhaben?
3. Welche Messwerte brauche ich minimal – reicht der Stromzähler der WP + Wärmemengenzähler, oder fehlt mir damit etwas Wichtiges?
4. Macht es Sinn, jetzt schon einen Messkaliber zu installieren, oder warte ich besser bis zum Winterbeginn?
Mich interessiert wirklich die ehrliche Rechnung, nicht die Herstellerangaben. Hat jemand Erfahrung mit einer praktischen Tracking-Methode für Hybrid-Anlagen?
Danke!
Guter Ansatz mit der regelmäßigen Dokumentation. Zur Frage Warmwasser im Sommer: Ja, die läuft mit voller Gewichtung in die JAZ-Berechnung ein – das ist sogar wichtig, weil es dir zeigt, wie effizient deine WP bei niedrigen Heizlasten arbeitet. Das COP für reine Warmwasserbereitung ist oft deutlich höher als beim Heizen.
Monatliche JAZ hat aber wenig Aussagekraft wegen der variablen Umgebungstemperaturen. Besser: Quartalsweise oder nach Heizperioden rechnen. Für die Messung: Stromzähler WP + Wärmemengenzähler ist das Minimum. Zusätzlich der Gas-Zähler für die Brennwert-Anteile – dann kannst du die Hybrid-Effizienz wirklich isoliert betrachten.
Mein Tipp: Starte die genaue Erfassung mit Winterbeginn. Im Sommer lassen sich die Daten schnell erfassen, aber verlässliche Aussagen brauchst du über mehrere kalte Wochen hinweg.